FC Bayern Münchens Fußballerinnen stehen kurz vor ihrem vierten Meistertitel in Folge, nachdem sie das Bundesliga-Spitzenspiel gegen den VfL Wolfsburg deutlich mit 4:1 (0:1) für sich entschieden haben. Die Münchnerinnen bauten ihren Vorsprung in der Tabelle auf beeindruckende 14 Punkte aus, wenn auch mit einem Spiel mehr. Dieser Sieg, beobachtet von Rekordnationalspieler Lothar Matthäus, festigt die Position des Doublesiegers an der Spitze der Liga und macht den Titelgewinn zu einer reinen Formsache. Die Dominanz in diesem Schlüsselspiel unterstreicht die Überlegenheit der Bayern-Frauen in der aktuellen Saison.
Das Spiel nahm nach einem anfänglichen Rückschlag eine dramatische Wende zugunsten der Münchnerinnen. Nach der frühen Führung der “Wölfinnen” durch Kessya Bussy in der 16. Minute, drehte Jovana Damnjanovic die Partie mit einem entscheidenden Doppelschlag. Innerhalb von nur zwei Minuten (54. und 56. Minute) traf Damnjanovic zweimal, wobei sie beim Ausgleichstreffer von einem Blackout der Wolfsburger Nationaltorhüterin Stina Johannes profitierte. Englands Europameisterin Georgia Stanway (70.) und Nationalspielerin Klara Bühl (80.) sorgten mit weiteren Treffern für den souveränen Endstand von 4:1 und besiegelten den Triumph.
Der VfL Wolfsburg hatte zwischenzeitlich gehofft, dem FC Bayern die erste Heimniederlage in der Bundesliga seit November 2021 zufügen zu können. Die Münchnerinnen, die seit ihrer 1:7-Niederlage in der Champions League gegen den FC Barcelona Anfang Oktober ungeschlagen sind, hätten im 50. Bundesliga-Duell der beiden Spitzenteams auch früher in Führung gehen können. Damnjanovic scheiterte jedoch in der 14. Minute frei vor dem Tor an der noch starken Johannes. Fast im Gegenzug bestraften die Gäste, die erneut auf die erkrankte ehemalige DFB-Kapitänin Alexandra Popp verzichten mussten, diese verpasste Chance mit dem Führungstreffer durch Bussy. Gegen die zunächst resolut verteidigenden Wolfsburgerinnen von Trainer Stephan Lerch tat sich der FC Bayern lange schwer.
Erst nach dem Seitenwechsel drehten die Münchnerinnen um die DFB-Stars Giulia Gwinn und Klara Bühl auf und zeigten ihre volle Stärke. Der Ausgleich zum 1:1 fiel durch einen schweren Patzer von Johannes, die beim Versuch, den Ball lang zu schlagen, von Damnjanovic geblockt wurde, woraufhin die Münchnerin den Ball ins leere Tor schieben konnte. Die Schnelligkeit, mit der Bayern die Führung übernahm – zwei Tore innerhalb von 110 Sekunden am FC Bayern Campus – war beeindruckend. Der Treffer zum 3:1 bedeutete praktisch die Vorentscheidung zugunsten des Teams von Trainer José Barcala und bestätigte einmal mehr die mentale Stärke und die offensive Durchschlagskraft des FC Bayern in dieser wichtigen Phase der Saison.

