Der deutsche Fußball trauert um einen seiner langjährigen und prägnanten Torhüter: Georg Koch ist im Alter von 54 Jahren verstorben. Die Nachricht wurde von seinen ehemaligen Vereinen Fortuna Düsseldorf und Viktoria Köln öffentlich gemacht, nachdem zuvor die “Bild”-Zeitung darüber berichtet hatte. Koch stand in seiner aktiven Karriere mehr als 200-mal in der Fußball-Bundesliga zwischen den Pfosten und war bekannt für seine kompromisslose Art und seinen unbedingten Einsatz. Sein Tod hinterlässt eine Lücke in der deutschen Fußballlandschaft.
Im April 2023 hatte Georg Koch die erschütternde Diagnose Bauchspeicheldrüsenkrebs erhalten. Diese schwerwiegende Erkrankung machte er etwa ein Jahr später publik. Gegenüber der “Bild am Sonntag” hatte Koch damals mitgeteilt, dass ihm die Ärzte zum Zeitpunkt der Diagnose eine geschätzte Restlebenserwartung von lediglich sechs Monaten prognostiziert hatten. Trotz dieser niederschmetternden Nachricht zeigte Koch eine bemerkenswerte Stärke und Offenheit im Umgang mit seiner Krankheit, was ihm großen Respekt einbrachte.
Georg Kochs beeindruckende Karriere umfasste Stationen bei namhaften deutschen Vereinen wie Fortuna Düsseldorf, Arminia Bielefeld, dem 1. FC Kaiserslautern, Energie Cottbus und dem MSV Duisburg. Auch international sammelte er Erfahrungen bei PSV Eindhoven, Dinamo Zagreb und Rapid Wien. Insgesamt absolvierte er 213 Erst- und 165 Zweitligaspiele. Seine aktive Laufbahn fand 2009 ein jähes Ende, nachdem er 2008 bei einem Spiel von Rapid Wien durch einen explodierenden Knallkörper ein Knalltrauma, einen Kreislaufzusammenbruch und eine Innenohrschädigung erlitten hatte, was zu anhaltenden Gleichgewichtsproblemen führte.
Vor seiner Krebserkrankung war Georg Koch weiterhin eng mit dem Fußball verbunden und arbeitete unter anderem als Torwarttrainer und später als Teammanager bei Viktoria Köln. Der Verein hatte damals mitgeteilt, dass Koch sich aus privaten Gründen zurückziehe, bevor die Öffentlichkeit von seiner Diagnose erfuhr. Trotz der extrem schwierigen Umstände seiner Krankheit ließ sich Koch nicht entmutigen. “Es gibt Tage, da bin ich deprimiert und im Kopf leer. Es gibt aber auch Tage, da könnte ich Bäume ausreißen”, zitierte ihn Sport1 im Jahr 2024, was seine unerschütterliche Kampfesnatur verdeutlichte.

