Neue Details zum Autounfall von Golf-Superstar Tiger Woods in Florida kommen ans Licht, darunter schockierende Polizeivideobilder, die seine Festnahme zeigen. Unmittelbar nach dem Vorfall, bei dem sein Land Rover mit einem LKW kollidierte und sich überschlug, telefonierte Woods offenbar mit einem Präsidenten. Die Bodycam-Aufnahmen fangen den Moment ein, in dem Woods sich verabschiedet und dem Beamten mitteilt: „Ich habe nur gerade mit dem Präsidenten gesprochen.“ Ob es sich dabei um US-Präsident Donald Trump handelte, geht aus dem Video nicht explizit hervor, doch die enge Freundschaft ist bekannt. Woods erhielt unter Trumps Präsidentschaft die Presidential Medal of Freedom, und Trump hatte sich nach dem Unfall öffentlich zu Woods als „sehr engen Freund“ geäußert und sogar Informationen über Woods’ Masters-Teilnahmepläne preisgegeben, bevor Woods selbst dies tat. Diese Verbindung wirft Fragen über den Inhalt des Gesprächs auf.
Weitere Bodycam-Aufnahmen, veröffentlicht vom Sheriff’s Office des Martin County, dokumentieren die polizeilichen Maßnahmen am Unfallort. Sie zeigen den 50-jährigen Golfprofi bei der Absolvierung verschiedener Tests zur Einschätzung seiner Fahrtüchtigkeit, darunter Augenbewegungs- und Koordinationsübungen. Woods verneint Alkoholkonsum und die Einnahme illegaler Drogen, bestätigt jedoch die Einnahme von Medikamenten. Der Moment, in dem ihm Handschellen angelegt und seine Taschen durchsucht werden, während seine Hände auf dem Rücken gefesselt sind, ist ebenfalls festgehalten. Bei der Durchsuchung wurden zwei weiße Tabletten in seiner Hosentasche gefunden und als Beweismittel gesichert, die Medienberichten zufolge ein starkes Schmerzmittel waren. Diese Szenen verdeutlichen die Ernsthaftigkeit der Situation und die gründlichen polizeilichen Maßnahmen.
Woods wurde wenige Stunden nach seiner Festnahme wegen Drogenverdachts auf Kaution aus dem Gefängnis von Martin County entlassen. Ein Atemalkoholtest zeigte einen Wert von null, doch Woods verweigerte einen Urintest, was zu einer Anklage wegen Fahruntüchtigkeit am Steuer und Verweigerung eines Tests führte. Aus Gerichtsdokumenten geht hervor, dass Woods auf unschuldig plädiert. Bei seiner Vernehmung erklärte er, dass er kurz auf sein Handy geschaut und den Radiosender gewechselt habe, bevor er den Anhänger eines anderen Fahrzeugs streifte und sich überschlug. Die erste Gerichtsverhandlung für den 15-maligen Major-Sieger ist für den 23. April angesetzt. Diese Entwicklungen unterstreichen die rechtlichen Konsequenzen des Vorfalls und Woods’ Position dazu.
Angesichts der Situation hat Woods’ Anwalt erfolgreich einen Antrag auf Ausreise für eine medizinische Behandlung im Ausland gestellt, der von einem Richter bewilligt wurde. Wann und wohin Woods reisen wird, ist bislang nicht bekannt, doch der Golfstar kündigte auf X an, sich in Behandlung begeben und sich auf seine Gesundheit konzentrieren zu wollen, da ihm der Ernst der Lage bewusst sei. Der Vorfall weckt schmerzliche Erinnerungen an das Jahr 2017, als Woods ebenfalls in Florida wegen des Verdachts auf Drogenmissbrauch am Steuer festgenommen wurde. Das damals veröffentlichte Polizeifoto des sichtlich gezeichneten Golfstars sorgte weltweit für Bestürzung und führte Woods in eine stationäre Behandlung. Die aktuelle Situation wirft erneut Fragen nach seinem Gesundheitszustand auf.

