Der Krefelder Autor und Comedian Johannes Floehr steht in diesem Jahr im Mittelpunkt des Eurovision Song Contest. Der 34-Jährige reist nach Wien und erlebt dort das große Finale des ESC live in der Stadthalle. Für ihn ist der Wettbewerb mehr als nur ein Musik-Event. Er beschreibt den Eurovision Song Contest als ein buntes „Volksfest“, das Menschen aus ganz Europa zusammenbringt. Schon seit vielen Jahren verfolgt er den Wettbewerb mit großer Begeisterung.
Floehr sagt, dass sich sein Blick auf den ESC mit der Zeit verändert hat. Früher habe er eher die kuriosen Auftritte gesehen. Heute interessiere er sich stärker für die Musik selbst. Besonders wichtig sei ihm die Atmosphäre vor Ort. In Wien erwartet er viele neue Kontakte und Gespräche mit Fans aus verschiedenen Ländern. Auch in den vergangenen Jahren in Malmö und Basel habe er diese Erfahrung gemacht. Der Austausch mit anderen Fans sei für ihn ein zentraler Teil des Erlebnisses.
Beim diesjährigen Wettbewerb blickt Floehr besonders auf mehrere Beiträge aus Europa. Er nennt unter anderem Griechenland, Moldau, Großbritannien und Dänemark als spannende Teilnehmerländer. Über die deutsche Kandidatin Sarah Engels äußert er sich vorsichtig positiv. Ihr Song „Fire“ sei professionell, sagt er. Gleichzeitig hofft er auf eine bessere Wahrnehmung Deutschlands im Wettbewerb. Immer wieder gebe es in der Öffentlichkeit die Erwartung, dass Deutschland schlecht abschneidet. Das möchte er ändern helfen.
Ein weiteres Projekt von Johannes Floehr sorgt derzeit für zusätzliche Aufmerksamkeit. In der Kindersendung „Die Sendung mit der Maus“ hat er gemeinsam mit der Musikerin Olivia Sawano einen eigenen ESC-inspirierten Song entwickelt. Der Titel lautet „So viele Feelings“. In dem Projekt geht es darum zu zeigen, warum ESC-Songs weltweit Emotionen auslösen, auch wenn viele Zuschauer die Sprache nicht verstehen.
Floehr beschreibt seinen Wunsch klar: Der Song soll Gefühle wie Freude, Trauer und Energie verbinden. Gemeinsam mit Sawano entstand ein kreativer Prozess, bei dem auch musikalische Anspielungen auf frühere ESC-Beiträge eingebaut wurden. Sogar das Musikvideo enthält kleine Hinweise auf die Geschichte des Wettbewerbs. Das Projekt richtet sich besonders an jüngere Zuschauer und soll den ESC auf spielerische Weise erklären.
Der fertige Song kam beim Publikum gut an. Viele Zuschauer reagierten positiv auf das Video und die Musik. Floehr selbst sagt, dass er bisher kaum negative Rückmeldungen erhalten habe. Wegen der guten Resonanz soll der Song bald auch auf Musikplattformen wie Spotify veröffentlicht werden. Damit erreicht das Projekt ein noch größeres Publikum.
Für Floehr ist der Eurovision Song Contest mehr als nur ein Wettbewerb. Er sieht ihn als kulturelles Ereignis, das Menschen verbindet. Besonders wichtig sei ihm die internationale Stimmung und die Vielfalt der Musik. In Wien freut er sich deshalb nicht nur auf die Show, sondern auch auf die Begegnungen mit Fans aus vielen Ländern. Der ESC bleibt für ihn ein Ort voller Energie, Emotionen und kreativer Ideen.

