Drei deutsche Kampfjets nehmen in dieser Woche an einer wichtigen NATO Übung teil. Das Manöver trägt den Namen Steadfast Noon und findet in Italien statt. Es soll etwa eineinhalb Wochen dauern. Soldaten aus insgesamt 17 Ländern wirken daran mit.
Die deutsche Luftwaffe bestätigte die Teilnahme von drei Tornado Jets. Die Flugzeuge sind normalerweise in Büchel in Rheinland-Pfalz stationiert. Sie werden bei der Übung Aufgaben im Rahmen der nuklearen Abschreckung trainieren. Die NATO hat bisher keine genauen Angaben zu den einzelnen Abläufen gemacht.
Steadfast Noon ist eine jährliche Übung des Bündnisses. Sie soll zeigen, dass die Mitgliedstaaten auf mögliche Gefahren vorbereitet sind. Zugleich trainieren die Streitkräfte, wie sie bei einer gemeinsamen Verteidigung zusammenarbeiten. Die Übung gehört zu den festen Terminen im militärischen Kalender der NATO.
Die Größe des Manövers soll in diesem Jahr etwa dem Umfang der Übung im Vorjahr entsprechen. Damals waren rund 2.000 Soldaten und mehr als 70 Flugzeuge beteiligt. Auch diesmal nehmen zahlreiche Kräfte aus verschiedenen Ländern teil. Sie üben gemeinsame Verfahren und stimmen ihre Aufgaben aufeinander ab.
Die NATO hat betont, dass keine echten Atomwaffen verwendet werden. Bei den Flügen und anderen Übungsabläufen kommen nur Übungsbomben ohne nukleare Sprengköpfe zum Einsatz. Damit können die Soldaten wichtige Aufgaben trainieren, ohne scharfe Atomwaffen zu nutzen.
Im Mittelpunkt steht die Einsatzbereitschaft der Streitkräfte. Nassima Barrows, die für die Atompolitik der NATO zuständig ist, erklärte in der vergangenen Woche, dass die Übung die Fähigkeit des Bündnisses zur Verteidigung zeigen soll. Sie soll zudem verdeutlichen, dass die Mitgliedstaaten auf mögliche Krisen vorbereitet sind.
Die NATO erklärte auch, dass das Manöver nicht mit aktuellen Ereignissen verbunden sei. Es richte sich nicht gegen ein bestimmtes Land. Das Bündnis stellt die Übung als Teil seiner regelmäßigen Planung dar. Sie soll die Zusammenarbeit der Mitglieder stärken und die Abläufe für mögliche Krisen verbessern.
Militärexperten zufolge umfasst die Übung mehrere praktische Schritte. Dazu gehört der sichere Transport von Waffen aus unterirdischen Lagern. Die Teams trainieren zudem, wie Übungswaffen an Kampfjets angebracht werden. Solche Abläufe müssen genau geplant und sicher ausgeführt werden.
An diesen Aufgaben sind nicht nur Piloten beteiligt. Auch Techniker und weitere Soldaten müssen eng zusammenarbeiten. Sie prüfen die Ausrüstung, bereiten die Flugzeuge vor und folgen klaren Sicherheitsregeln. Die Übung dient daher sowohl dem Flugtraining als auch der Arbeit am Boden.
Das Manöver findet regelmäßig im Oktober statt. Es ist Teil der nuklearen Abschreckung der NATO. Dabei geht es darum, mögliche Gegner von einem Angriff abzuhalten und die gemeinsame Verteidigung glaubwürdig zu machen. Die Übung soll jedoch keine aktuelle Krise nachbilden, die öffentlich bekannt gegeben wurde.
Deutschland beteiligt sich mit den drei Tornado Jets an dieser gemeinsamen Aufgabe. Die Flugzeuge sind seit Jahren ein wichtiger Teil der deutschen Fähigkeiten im Bereich der nuklearen Teilhabe. Die NATO veröffentlicht allerdings nur wenige Einzelheiten über die genauen Szenarien und die Abläufe während der Übung.
Mit dem Start in Italien setzt das Bündnis seine jährliche Trainingsreihe fort. Die teilnehmenden Länder üben den sicheren Umgang mit ihren Aufgaben und verbessern ihre Zusammenarbeit. Die NATO betont dabei, dass ausschließlich Übungsbomben und keine echten Atomwaffen zum Einsatz kommen.

