FC Barcelona hat sich in einem spektakulären Champions League Rückspiel mit einem überzeugenden 7:2 (3:2) gegen Newcastle United durchgesetzt und zieht souverän ins Viertelfinale ein. Nach dem 1:1 im Hinspiel sicherten sich die Katalanen mit einem Gesamtergebnis von 8:3 das Weiterkommen. Im Mittelpunkt stand Youngster Lamine Yamal, dessen Leistung sowohl Brillanz als auch jugendliche Fehler offenbarte: Ein Fehlpass führte zum zwischenzeitlichen 2:2, doch er kompensierte dies mit zauberhaften Dribblings, entscheidenden Pässen und einem verwandelten Elfmeter. Yamals Fähigkeit, das Spiel zu drehen und Angriffe von seiner Position rechtsaußen nach innen verlagert einzuleiten, war für die Engländer über 90 Minuten unlösbar. Seine Kreativität und sein Spielverständnis waren entscheidend für Barças offensive Dominanz.
Die erste Halbzeit war von ständigen Wendungen geprägt. Raphinha eröffnete den Torreigen (6.), doch Newcastle antwortete durch Anthony Elanga (15.). Marc Bernal stellte die Barça-Führung wieder her (18.), bevor Elanga erneut nach Yamals Fehlpass ausglich (28.). Doch die Führung der Engländer währte nicht lange. Barcelona übernahm schnell die Kontrolle. Trotz einer beeindruckenden Rettungsaktion von Newcastles Dan Burn, der einen sicheren Treffer Lewandowskis verhinderte, setzte Barça seine Angriffswellen fort. Die Katalanen gingen noch vor der Pause durch Yamals Elfmeter mit 3:2 in Führung, was den Grundstein für den späteren Kantersieg legte und die zweite Halbzeit zu einer einseitigen Angelegenheit machte, in der Newcastle kaum Akzente setzen konnte.
Lamine Yamals Rolle als „Zauberlehrling“ des europäischen Fußballs wird zurecht gefeiert. Seine waghalsigen Tricks und magischen Dribblings sind bereits auf höchstem Niveau zu sehen, auch wenn der erst 18-jährige Angreifer manchmal noch Lehrgeld zahlt, wie sein Fehlpass zum Gegentor zeigte. Doch seine unmittelbare Reaktion, nur Sekunden später sein eigenes Tor einzuleiten und zu erzielen, zeugt von außergewöhnlicher Mentalität und Selbstvertrauen. Während Yamal aufblühte, erlebte Newcastle eine enttäuschende Saison. Spieler wie Nick Woltemade und Yoane Wissa, für hohe Summen verpflichtet, konnten den Abgang von Alexander Isak nicht kompensieren und blieben auch in diesem entscheidenden Spiel blass oder außen vor, was die Kaderprobleme der Engländer verdeutlichte.
Für den FC Barcelona öffnen sich nun alle Türen. Mit einem Lamine Yamal in Topform und der anhaltenden Torgefahr von Robert Lewandowski, der weitere Treffer beisteuerte, hat das Team von Trainer Hansi Flick realistische Chancen, sowohl in der Liga als auch in der Champions League zu triumphieren. Im Viertelfinale wartet der Sieger des Duells zwischen Tottenham Hotspur und Atlético Madrid, eine weitere Hürde auf dem Weg zum europäischen Fußballgipfel. Newcastle hingegen muss sich mit einer freudlosen Spielzeit abfinden und wird wohl höchstens noch um die Qualifikation zur Europa League kämpfen, ein Spiegelbild ihrer aktuellen sportlichen Misere.

