VfB Stuttgart hat im Top-Duell der Bundesliga RB Leipzig mit 1:0 besiegt und damit seinen Champions-League-Platz vier weiter gefestigt. Das entscheidende Tor erzielte Deniz Undav in der zweiten Halbzeit. Dieser wichtige Sieg verschafft Stuttgart nun drei Punkte Vorsprung auf den direkten Verfolger aus Leipzig und unterstreicht die starken Leistungen des VfB in dieser Saison. Obwohl die Partie nicht das erwartete Torspektakel lieferte, zeigte sich der VfB Stuttgart effizient und konnte die knappe Führung über die Zeit bringen. Trainer und Fans dürfen sich über eine konstant gute Form freuen, die den Traum von der Königsklasse immer realer werden lässt.
Der “Spieler des Spiels” war Deniz Undav. Sein Treffer in der 56. Minute war das einzige Tor des Abends und gleichzeitig sein 16. Saisontor. Die Entstehung war jedoch kurios: Ein katastrophaler Fehlpass von RB-Torwart Maarten Vandevoort landete direkt bei Chris Führich, der uneigennützig auf den einschiebenden Undav querlegte. Undav, der in der Rückrunde nahezu jedes Spiel trifft, reagiert zunehmend genervt auf Zweifel an seiner Nationalelf-Nominierung. Angesichts seiner beeindruckenden Torausbeute stellt sich die Frage, wer sonst eine solche Effizienz im Sturmzentrum aufweisen kann. Sein Tor war bezeichnend für einen Spieltag, an dem generell sehr wenige Treffer fielen.
Die erste Halbzeit der Begegnung passte sich dem chancenarmen Niveau des Bundesligasonntags an. Trotz technisch versierter Akteure blieben große Torchancen Mangelware. Selbst der VAR hatte nichts zu beanstanden. In der zweiten Hälfte nahm das Spiel jedoch Fahrt auf. Der VfB zeigte mehr Initiative und wurde durch Undavs Tor belohnt. Mit Blick auf die anstehende Kader-Nominierung von Bundestrainer Julian Nagelsmann waren viele Augen auf die Spieler des VfB und Leipzigs gerichtet. Während DFB-Anwärter wie Mittelstädt und Chabot (VfB) oder Gruda und Henrichs (Leipzig) zunächst auf der Bank saßen, konnten Akteure wie Raum, Nübel, Undav und Führich im Startelfeinsatz auf sich aufmerksam machen. Es bleibt spannend, welche Namen Nagelsmann am Donnerstag verkünden wird.
Der VfB Stuttgart nutzte den Spieltag als “VfB Innovation Matchday”, um technologische Fortschritte zu präsentieren, inklusive eines Roboter-Einsatzes. Dies führte zu humorvollen Kommentaren über TV-Experten. Weniger innovativ war die Live-Zuschaltung des VfB-Vorstandschefs Alexander Wehrle, der über “schwitzige Hände” sprach – ein Fall von “too much information”. Die “Zahl des Spiels” war die 15, so wenige Tore fielen an diesem Spieltag. Diese “italienischen Verhältnisse” werfen die Frage nach dem Unterhaltungswert der Bundesliga auf. Trotz aller Gimmicks sind es letztendlich spektakuläre Spiele mit vielen Toren, die die Liga international attraktiv machen.

