Außenminister Johann Wadephul (CDU) stand in der Kritik wegen seines Krisenmanagements und Äußerungen zu deutschen Staatsbürgern, die nach dem Angriff auf Iran in Nahost festsaßen. Seine anfängliche “Selbst schuld”-Haltung gegenüber Urlaubern in Petrostaaten stieß auf heftige Reaktionen, obwohl er für deren Sicherheit verantwortlich ist. Wadephul verstrickte sich in widersprüchliche Aussagen zu Reisewarnungen und entschuldigte sich später auf X. Evakuierungsflüge, etwa von Lufthansa und Emirates, sind inzwischen angelaufen, um gefährdete Personen wie Alte, Kranke, Schwangere und Kinder heimzuholen. Trotz der Rettungsaktionen bleibt Wadephuls Kommunikation, wie die Erwähnung eines “Landwegs” als Risiko, ein Punkt der Debatte, der sein Krisenmanagement weiter hinterfragt.
Angesichts des Drucks durch chinesische Dumpingpreise und US-Zölle plant Brüssel “Made in EU”-Quoten. Das kommende Gesetzespaket soll bei staatlich geförderten Projekten einen Mindestanteil europäischer Industrieprodukte vorschreiben, um die heimische Wirtschaft zu stärken und Unabhängigkeit zu fördern, etwa in der Batterieproduktion für E-Autos. Wirtschaftsexperten äußern jedoch Bedenken: Sie warnen vor möglichen Gegenmaßnahmen internationaler Handelspartner und einem Verlust der globalen Wettbewerbsfähigkeit. Die EU erwägt bereits eine Aufweichung der Regeln, möglicherweise hin zu einem “made with Europe”-Ansatz, der auch Produkte aus Ländern mit Handelsabkommen einschließen würde, um die negativen Auswirkungen zu minimieren.
Eine neue niederländische Studie beleuchtet die Langzeitfolgen von Elterntrennungen: Kinder geschiedener Eltern gründen demnach seltener selbst eine Familie und bekommen weniger eigene Kinder. Diese Auswirkungen sind bei Jungen stärker ausgeprägt; sie bekommen 13 Prozent weniger Kinder als ihre Vergleichsgruppe, während es bei Mädchen 5 Prozent sind. Die Forschung wertete Daten von über 1,75 Millionen Menschen, geboren zwischen 1970 und 1980, aus. Das detaillierte Meldesystem der Niederlande ermöglichte präzise Rückschlüsse auf die Auswirkungen von Trennungen auf spätere Lebensentscheidungen bezüglich Familiengründung und Kinderzahl, was neue Einblicke in ein lang diskutiertes soziales Phänomen bietet.
Weitere Nachrichten umfassen den Umbau der Grünen Partei mit der Einführung eines Generalsekretärs und Konflikte zwischen Pakistan und Afghanistan mit zahlreichen zivilen Opfern. In den USA stoppte der Supreme Court Transgender-Vorschriften in Kalifornien. Eine Studie zeigt zudem, dass Frauen nur in jedem zehnten Paarhaushalt die Hauptverdienerin sind. Abseits der Politik sorgt Heidi Klums Jagdhündin “Uschi” für kuriose Geschichten. Eine SPIEGEL-Reportage beleuchtet ein Dinner in Donald Trumps Mar-a-Lago, das ein bizarres, aber faszinierendes Bild des ehemaligen US-Präsidenten und seiner Anhänger zeichnet, während im Nebenzimmer globale Krisen thematisiert wurden.

