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Home»Politik»Europa sieht Chance für Russland Gespräche
Politik

Europa sieht Chance für Russland Gespräche

Die ZeitungBy Die ZeitungJune 3, 20263 Mins Read
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Europa sieht Chance für Russland Gespräche
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Die Bundesregierung sieht trotz der anhaltenden Kämpfe in der Ukraine eine mögliche Chance für neue Gespräche mit Russland. Nach Angaben aus Regierungskreisen könnte sich in den kommenden Monaten ein diplomatisches Fenster öffnen. Ziel wäre es, Wege zu einem möglichen Ende des Krieges zu finden.

Die Lage an der Front bleibt jedoch angespannt. Die schweren Gefechte der vergangenen Tage zeigen nach Einschätzung von Regierungsvertretern, dass schnelle Fortschritte nicht zu erwarten sind. Statt Wochen könnte es noch mehrere Monate dauern, bis konkrete Verhandlungen beginnen.

Gleichzeitig beraten europäische Staaten darüber, wer Europa bei möglichen Gesprächen vertreten könnte. Dabei soll ein Format gefunden werden, das handlungsfähig ist und von möglichst vielen europäischen Ländern unterstützt wird.

Besonders häufig wird über die sogenannte E3-Gruppe gesprochen. Zu ihr gehören Deutschland, Frankreich und Vereinigtes Königreich.

Diese drei Staaten waren bereits in der Vergangenheit an diplomatischen Bemühungen beteiligt. Gemeinsam mit den USA und der Ukraine unterstützten sie Gespräche über mögliche Wege zu einem Frieden.

In den vergangenen Monaten standen die Europäer jedoch eher am Rand der direkten Verhandlungen. Die Gespräche zwischen Russland und der Ukraine wurden vor allem von den Vereinigten Staaten begleitet.

Nun hoffen viele europäische Regierungen auf eine stärkere Rolle. Der Grund dafür ist, dass die bisherigen Vermittlungsbemühungen der USA zuletzt nur langsam vorangekommen sind.

US-Außenminister Marco Rubio hatte vor Kurzem erklärt, dass auch andere Akteure versuchen könnten, den Krieg zu beenden. Diese Aussage wurde in Europa als Signal verstanden, sich wieder aktiver einzubringen.

Innerhalb Europas wird auch über mögliche Vermittler gesprochen. Allerdings gilt es inzwischen als unwahrscheinlich, dass die 27 Mitgliedstaaten der Europäischen Union eine externe Persönlichkeit als offiziellen Unterhändler ernennen.

Diese Einschätzung wurde bei einem informellen Treffen der EU-Außenminister auf Zypern deutlich. Dort warnte die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas davor, zu viel Zeit mit Diskussionen über einzelne Vermittler zu verbringen.

In den vergangenen Wochen waren mehrere bekannte Namen genannt worden. Dazu zählen der frühere Bundeskanzler Gerhard Schröder, die ehemalige Bundeskanzlerin Angela Merkel, der finnische Präsident Alexander Stubb sowie der frühere EZB-Präsident Mario Draghi.

Bislang gibt es jedoch keine Entscheidung über eine mögliche Besetzung.

Die Bundesregierung betont, dass ein möglicher Verhandlungsprozess einen klaren politischen Kurs und konkrete Ziele brauche. Aus deutscher Sicht soll jedes weitere Vorgehen eng mit der Ukraine abgestimmt werden.

Zudem setzen die Verantwortlichen auf eine möglichst enge Zusammenarbeit zwischen den europäischen Staaten. Auch die Abstimmung mit den USA soll fortgeführt werden.

Mehrere wichtige internationale Treffen könnten in den kommenden Wochen neue Impulse bringen. Bereits im Juni kommen die Staats- und Regierungschefs der G7 zusammen. Kurz darauf folgt ein Gipfeltreffen der Europäischen Union.

Anfang Juli steht zudem ein Nato-Gipfel auf dem Programm. Dort dürfte der Ukraine-Krieg erneut eines der wichtigsten Themen sein.

Trotz der anhaltenden Kämpfe sehen europäische Regierungen derzeit eine vorsichtige Chance für neue diplomatische Kontakte. Ob daraus tatsächliche Verhandlungen entstehen, bleibt jedoch offen. Klar ist nur, dass Europa seine Rolle in den Friedensbemühungen stärken möchte und auf eine gemeinsame Strategie wartet.

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