Die Spannungen zwischen den USA und Iran eskalieren, nachdem US-Präsident Donald Trump persönliche Motive für die Tötung des iranischen Revolutionsführers Ajatollah Ali Khamenei eingeräumt hat. Trump erklärte, Iran habe zweimal versucht, ihn umzubringen, und rechtfertigte die Tötung Khameneis mit den Worten: »Ich habe ihn erwischt, bevor er mich erwischt hat.« Diese Äußerung folgt auf die Meldung der USA, einen iranischen Topkader getötet zu haben, der angeblich für einen Anschlagsversuch auf Präsident Trump im Wahlkampf 2024 verantwortlich war. Die Islamische Republik Iran hat eine Verwicklung in solche Mordkomplotte als »völlig unbegründet und haltlos« zurückgewiesen, was die gegenseitigen Anschuldigungen weiter befeuert und die ohnehin fragile Beziehung zwischen den beiden Ländern auf einen neuen Tiefpunkt führt. Die Rhetorik beider Seiten deutet auf eine gefährliche Phase der Konfrontation hin, mit potenziell weitreichenden geopolitischen Folgen.
US-Verteidigungsminister Pete Hegseth bestätigte die Tötung eines iranischen Topkaders und kommentierte zynisch: »Iran hat versucht, Präsident Trump zu töten, aber Präsident Trump hat zuletzt gelacht.« Obwohl die Identität des Getöteten von offizieller Seite nicht genannt wurde, erklärte der israelische Journalist Amit Segal, es handele sich um Rahman Mokadam, der die Abteilung für Spezialoperationen der Revolutionswächter geleitet haben soll. US-Verantwortliche sehen in den mutmaßlichen Anschlagsplänen Irans einen Versuch, den Tod des einflussreichen iranischen Generals Qasem Soleimani zu rächen, den die USA im Januar 2020 im Irak auf Anordnung Trumps mit einer Drohne getötet hatten. Diese Entwicklungen sind Teil eines andauernden Schattenkriegs, der sich nun offen zu manifestieren scheint und die Region in Atem hält.
Die eskalierende Lage hat unmittelbare Auswirkungen auf die Sicherheit in der Region. Die US-Botschaft in Bagdad hat ihre Staatsbürger eindringlich aufgefordert, den Irak so schnell wie möglich zu verlassen. »US-Bürger im Irak werden nachdrücklich aufgefordert, das Land zu verlassen, sobald sie dazu sicher in der Lage sind«, hieß es in einer Erklärung auf X. Bis zu einer gefahrlosen Ausreise sollten sich US-Bürger an einem sicheren Ort aufhalten. Diese Warnung unterstreicht die ernsthafte Einschätzung der Bedrohungslage durch die US-Behörden und signalisiert eine unmittelbar drohende Gefahr für westliche Bürger im Irak, was auf eine befürchtete Reaktion Irans oder verbündeter Milizen hindeutet.
Parallel dazu war der gesamte Irak von einem massiven Stromausfall betroffen, dessen Ursache noch unklar ist. Das für Elektrizität zuständige Ministerium teilte laut der irakischen Nachrichtenagentur INA mit, alle Provinzen seien ohne Strom. Aus Sicherheitskreisen verlautete zudem, nahe dem Flughafen von Bagdad seien Drohnen abgeschossen worden. AFP-Journalisten berichteten von Explosionen aus der Nähe des Flughafens Erbil im Nordirak, wo sich nicht nur US-Truppen, sondern auch ein US-Konsulat befinden. In den vergangenen Tagen wurden dort bereits mehrfach Drohnen abgefangen. Diese Vorfälle im Irak, ob direkt mit den jüngsten Ereignissen verbunden oder nicht, tragen zur allgemeinen Instabilität bei und schüren die Angst vor einer weiteren Eskalation.

