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Home»News»Wildparkchef fordert Freilassung des Wolfs aus Hamburg
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Wildparkchef fordert Freilassung des Wolfs aus Hamburg

By April 1, 20262 Mins Read
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Nach einem ungewöhnlichen Vorfall in Hamburg-Altona, bei dem ein Wolf in eine belebte Einkaufspassage geriet und eine Frau verletzte, hat Wildparkchef Arne Vaubel eine klare Position bezogen: Das Tier sollte seiner Ansicht nach wieder freigelassen werden. Der Geschäftsführer des Wildparks Schwarze Berge argumentierte am 12. Februar, dass der Wolf nicht mit Absicht angegriffen habe, sondern aus einer Extremsituation der Panik heraus handelte. Dieser Appell kommt inmitten einer Debatte über den Umgang mit Wildtieren in urbanen Gebieten und die Sicherheit der Bevölkerung.

Vaubel erläuterte, dass es sich bei dem Tier um einen wilden Wolf handele, der keinerlei Erfahrung mit Städten oder Menschen besitze. Er geht davon aus, dass der Wolf, welcher bereits seit dem Wochenende immer weiter in die Stadt vorgedrungen war, sich in einem permanenten Ausnahmezustand befand und lediglich einen Ausweg suchte. „Der Wolf war wahrscheinlich in Panik und wollte nur raus“, so Vaubel. Die irrtümliche Annahme, die Stadt sei endlos, habe das Tier zu Entscheidungen gezwungen, die es immer tiefer in die urbane Umgebung führten, anstatt es zurück in die Wildnis zu leiten. Die Bissverletzung, die eine Frau erlitt, als sie versuchte, das Tier zu befreien, sei demnach eine reflexartige Reaktion auf die bedrohliche Lage gewesen, nicht Ausdruck von Aggression.

Der Wolf wurde nach dem Vorfall in Hamburg-Altona zunächst im Wildgehege Klövensteen tiermedizinisch versorgt und anschließend in eine niedersächsische Wildtierauffangstation verbracht. Umweltsenatorin Katharina Fegebank (Grüne) bestätigte die Bissverletzung der Frau, die glücklicherweise nach kurzer ambulanter Behandlung das Krankenhaus verlassen konnte. Es ist wichtig zu betonen, dass der Wolf sich nicht, wie in einer früheren Meldung fälschlicherweise berichtet, im Wildpark Schwarze Berge befindet. Sein genauer Verbleib in der Auffangstation ist derzeit nicht öffentlich bekannt.

Eine Integration des Wolfs in das bestehende Rudel des Wildparks Schwarze Berge oder in ein ähnliches Gehege sieht Arne Vaubel als praktisch unmöglich an. Er betont, dass dies ein „wildes Tier“ sei und keine Chance auf eine harmonische Eingliederung bestehe. Selbst ein separates Gehege wäre schwierig umzusetzen, da die Bedürfnisse eines Wildtiers in Gefangenschaft komplex sind und hohe Anforderungen an die Haltung stellen. Vaubel unterstreicht damit die Einzigartigkeit und Unverträglichkeit des Wildtiers mit einer dauerhaften menschlichen Umgebung oder einer halbzahmen Haltung, was die Freilassung als die natürlichste und artgerechteste Lösung erscheinen lässt.

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