Die europäischen Playoffs zur Fußball-WM 2026 in den USA, Mexiko und Kanada sind entschieden. Mit Bosnien-Herzegowina, Tschechien, der Türkei und Schweden stehen die letzten vier Teilnehmer aus Europa fest. Besonders schockierend ist das erneute Scheitern Italiens, das zum dritten Mal in Folge eine WM-Endrunde verpasst. Die Squadra Azzurra unter Nationaltrainer Gennaro Gattuso konnte sich in einem dramatischen Playoff-Finale gegen Bosnien-Herzegowina nicht durchsetzen, obwohl Moise Kean früh in Führung brachte. Eine Rote Karte für Alessandro Bastoni und ein später Ausgleich durch Haris Tabaković erzwangen die Verlängerung und schließlich das Elfmeterschießen, in dem die Italiener nervenstärkeren Bosniern unterlagen.
Die Türkei sicherte sich ihren Platz in einem spannenden Duell gegen den Kosovo. Nach einer torlosen ersten Halbzeit brachte Kerem Aktürkoğlu die Türken in der 53. Minute in Führung. Dieser knappe Vorsprung reichte aus, um sich nach 2002 erstmals wieder für eine Weltmeisterschaft zu qualifizieren. Der Kosovo, der unter Trainer Franco Foda erstmals die Chance auf eine WM-Teilnahme hatte, scheiterte trotz mehrerer Gelegenheiten, darunter ein Pfostenschuss von Fisnik Asllani, an der robusten türkischen Defensive und dem starken Torhüter Uğurcan Çakır.
Schweden bezwang in einem packenden Spiel Polen, eine Wiederauflage des Playoff-Duells von vor vier Jahren. Anthony Elanga brachte die Schweden früh mit einem Traumtor in Führung, doch Polen glich durch Nicola Zalewski aus. Gustaf Lagerbielke stellte die Führung wieder her, die Karol Świderski erneut egalisierte. Den entscheidenden Treffer für Schweden erzielte der lange unauffällige Premier-League-Star Viktor Gyökeres erst in der 87. Minute und schoss sein Team damit zur Endrunde. Für Polen endet damit der Traum von der WM-Teilnahme.
Die Tschechische Republik erlebte eine wahre Achterbahnfahrt auf dem Weg zur WM. Nach einem spektakulären Comeback von einem 0:2-Rückstand und einem Sieg im Elfmeterschießen gegen Irland trafen sie im Finale auf Dänemark. Pavel Sulc brachte die Tschechen früh in Führung, doch Dänemark glich durch Joachim Andersen aus. In der Verlängerung traf Kapitän Ladislav Krejčí zum 2:1, doch Kasper Høgh gelang erneut der Ausgleich. Im Elfmeterschießen behielten die Tschechen die Nerven, während die Dänen dreimal vergaben, und qualifizierten sich damit erstmals seit 20 Jahren wieder für eine Weltmeisterschaftsendrunde.

