Die erste Sondermaschine mit rund 200 deutschen Urlaubsgästen aus Dubai ist am Dienstagmittag in Deutschland gelandet, eine direkte Folge der angespannten Sicherheitslage im Nahen Osten. Für viele der Passagiere war die Rückkehr eine Erleichterung, doch die Erlebnisse am Golf hinterließen Spuren. Wassim Malas fasste die bedrückende Atmosphäre zusammen: »Wir waren direkt am Meer und man hat halt viele Raketen gesehen, die runtergeflogen sind, wie sie explodiert sind.« Diese direkten Beobachtungen spiegeln die Ernsthaftigkeit der Situation wider, die eine Evakuierung notwendig machte und die Ferien vieler Reisender abrupt beendete.
Die Berichte der Heimkehrer zeichnen ein gemischtes Bild der Lage vor Ort. Robert schilderte, dass die Situation am Samstag »intensiver« gewesen sei, insbesondere für Freunde, die näher am Riesenrad waren, wo es »mehr geknallt« habe. Obwohl die Nächte danach ruhiger wurden, blieb die Anspannung. Patrick Wolf berichtete von wiederholten Raketenalarmen, die ihn und andere Urlauber jede Nacht in die Schutzbereiche der Hotels trieben und Zweifel am regulären Flugbetrieb aufkommen ließen. Diese unvorhersehbaren Ereignisse machten den Urlaub zu einem Nervenkrieg. Auch die Tatsache, dass nicht alle Plätze auf dem Evakuierungsflug besetzt waren, wie Alexander Link bemerkte, sorgte für Irritationen und Fragen bezüglich der Koordination der Rückholaktion.
Einige Passagiere äußerten auch deutliche Kritik an der Kommunikation und den Handlungen deutscher Politiker. Mark Brummert griff direkt eine Aussage von Herrn Wadephul auf, der behauptet hatte, im Vorfeld gewarnt zu haben. Brummert stellte klar: »Wenn Herr Wadephul sagt, er hätte vorher gewarnt – es gibt ja Stufen der Warnungen und man kann ja nur ab einer bestimmten Warnung kostenlos stornieren – und das war nicht so, da hat er einfach mal die Unwahrheit gesagt.« Diese Aussage unterstreicht die Frustration vieler Reisender, die sich in einer schwierigen Lage allein gelassen fühlten und möglicherweise keine Möglichkeit hatten, ihre Reisen ohne finanzielle Verluste zu stornieren.
Brummert setzte seine Kritik an der Politik fort, indem er Wadephuls Aussage, die Deutschen könnten nicht evakuiert werden, als inakzeptabel bezeichnete. »Emirates kann es. Die Vereinigten Arabischen Emirate können es, wir können es anscheinend nicht. Also sehr komisch«, so Brummert. Diese Bemerkung wirft Fragen nach der Effizienz und den Kapazitäten der deutschen Behörden auf, wenn es um die Evakuierung eigener Staatsbürger aus Krisengebieten geht, insbesondere im Vergleich zu anderen Akteuren wie der Fluggesellschaft Emirates oder den VAE. Die Erfahrungen der aus Dubai zurückgekehrten Touristen beleuchten somit nicht nur die unmittelbaren Schrecken der Nahost-Situation, sondern auch potenzielle Mängel in der Krisenkommunikation und -bewältigung seitens deutscher Stellen.

