Die deutschen DFB-Spielerinnen haben den Auftakt zur WM-Qualifikation für Brasilien 2027 souverän gemeistert und Slowenien in Dresden deutlich mit 5:0 (2:0) besiegt. Dieser Sieg markiert den ersten Schritt auf dem Weg zum Fernziel der Weltmeisterschaftsteilnahme und untermauert die beeindruckende Bilanz gegen Slowenien, die sich nun auf 32:0 Tore aus fünf Partien erhöht. Schon nach elf Minuten war die Partie mit Toren von Vivien Endemann und Elisa Senß vorentschieden, doch Bundestrainer Christian Wück sah vor der Pause noch Luft nach oben.
Vivien Endemann eröffnete den Torreigen bereits nach fünf Minuten mit einem sehenswerten Tunnel gegen die slowenische Torhüterin zum 1:0. Nur sechs Minuten später legte Elisa Senß das 2:0 nach einer gelungenen Kombination nach. Trotz des frühen Vorsprungs schlichen sich anschließend Unkonzentriertheiten ins Spiel der deutschen Elf ein, was den Sloweninnen kurz vor der Halbzeit mehrere Chancen zum Anschlusstreffer ermöglichte – ein Hinweis darauf, dass auch in vermeintlich klaren Partien die Wachsamkeit nicht nachlassen darf. Endemann, die ein Jahr lang nicht mehr im Nationalteam stand, nutzte ihre Chance als Startelfspielerin und bewies ihre Form.
Zur zweiten Halbzeit reagierte Bundestrainer Wück mit einer Dreifachauswechslung, die frischen Wind brachte. Linda Dallmann beseitigte schon zwei Minuten nach Wiederanpfiff mit dem 3:0 letzte Zweifel am Spielausgang. Fünf Minuten später feierte Larissa Mühlhaus von Werder Bremen nicht nur ihr DFB-Debüt, sondern trug sich mit dem 4:0 auch direkt in die Torschützenliste ein – ein historisches Tor als erste Bremerin in der Nationalelf. Den Schlusspunkt setzte Lea Schüller kurz nach ihrer Einwechslung mit dem 5:0. Vivien Endemann wurde für ihre herausragende Leistung, darunter ein Tor und eine Vorlage, als Spielerin des Spiels ausgezeichnet und empfahl sich für weitere Einsätze.
Abseits des Spielfeldes gab es sowohl traurige als auch diskussionswürdige Momente. Vor dem Anpfiff gedachten beide Teams in einer Schweigeminute der im Januar verstorbenen ehemaligen Nationalspielerin Anouschka Bernhard. Zudem fand die Partie ohne den Videobeweis statt, was sich in einigen Fehlentscheidungen der Schiedsrichterinnen, insbesondere bei Abseitsstellungen, bemerkbar machte. Die WM-Qualifikation ohne VAR-Unterstützung sorgte für reichlich Diskussionsstoff bei den Zuschauern. Die Pflichtaufgabe ist damit erledigt; die schwerere Nuss wartet am Samstag mit dem Auswärtsspiel in Norwegen, das im Parallelspiel Österreich 1:0 besiegte und damit seine Stärke untermauerte.

