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Die ZeitungDie Zeitung
Home»Gesellschaft»30.000 demonstrieren in Berlin für Frauenrechte am Weltfrauentag
Gesellschaft

30.000 demonstrieren in Berlin für Frauenrechte am Weltfrauentag

By March 9, 20262 Mins Read
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Zehntausende Menschen haben am Internationalen Weltfrauentag in Berlin für Frauenrechte demonstriert. Rund 30.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer versammelten sich laut Polizeiangaben bei verschiedenen Kundgebungen und Märschen im gesamten Stadtgebiet. Die Hauptstadt, in der der 8. März ein gesetzlicher Feiertag ist, erlebte eine Welle der Solidarität und des Protests, die sich durch zahlreiche Aktionen und Versammlungen manifestierte. Die Demonstrationen spiegelten das breite Engagement für die Gleichstellung der Geschlechter wider und zeigten die Entschlossenheit der Bürgerinnen und Bürger, die Errungenschaften der Frauenbewegung zu verteidigen und weiter auszubauen. Die hohe Teilnehmerzahl unterstrich die Aktualität und Dringlichkeit des Themas Frauenrechte in der Gesellschaft.

Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) hatte gemeinsam mit Ver.di und anderen Organisationen zur größten Kundgebung am Oranienplatz im Stadtteil Kreuzberg aufgerufen. Unter dem Motto “feministisch, solidarisch, gewerkschaftlich” versammelten sich hier Tausende. Die DGB-Vorsitzende für Berlin-Brandenburg, Katja Karger, betonte in ihrer Eröffnungsrede die historische Bedeutung des Kampfes für Frauenrechte. Sie hob hervor, dass scheinbar selbstverständliche Rechte wie das Frauenwahlrecht, der Mutterschutz, der Achtstundentag und die Lohnfortzahlung bei Krankheit hart erkämpfte Errungenschaften seien, die nicht als gegeben hingenommen werden dürften. Ihre Worte fanden großen Anklang bei den Anwesenden, die ihre Forderungen mit Applaus und Transparenten untermauerten.

Karger warnte eindringlich vor aktuellen Angriffen auf diese mühsam errungenen Rechte, die sie aus den Reihen von Wirtschaft und Politik verortete. Als konkrete Beispiele nannte sie die Debatten um Karenztage bei Krankschreibungen, Überlegungen zur Abschaffung des Arbeitszeitgesetzes und die Verwendung des Begriffs “Lifestyle-Teilzeit” in CDU-Kreisen, den sie als abfällig und herabwürdigend gegenüber der Lebensrealität vieler Frauen kritisierte. Nach der Auftaktkundgebung zogen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in einem langen Demonstrationszug durch die Stadt zur Abschlusskundgebung vor das Rote Rathaus, um ihren Forderungen Nachdruck zu verleihen und ein sichtbares Zeichen in der politischen Mitte der Stadt zu setzen.

Neben der zentralen DGB-Demonstration fanden am Nachmittag weitere wichtige Kundgebungen und Aktionen statt. Eine Demonstration unter dem Motto “8. März International” startete am Kottbusser Tor und zog Hunderte Menschen an. Traditionell gab es auch den “Purple Ride”, eine Fahrradfahrt, zu der linke und lesbische Frauengruppen aufgerufen hatten. Eine weitere linke Gruppierung organisierte die Demonstration unter dem Namen “Feminism Unlimited”. Diese Vielfalt an Veranstaltungen unterstrich die Breite und Lebendigkeit der Frauenrechtsbewegung in Berlin und zeigte, dass der Internationale Frauentag in der Hauptstadt ein zentraler Termin für zivilgesellschaftliches Engagement und politischen Ausdruck bleibt.

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