Vier Frauen aus Düsseldorf sind mit dem Bundesverdienstorden der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet worden. Die Ehrung wurde im Rathaus von Oberbürgermeister Stephan Keller überreicht. Zwei der Frauen erhielten die Verdienstmedaille, zwei weitere das Verdienstkreuz am Bande. Die Auszeichnung würdigt langjähriges ehrenamtliches Engagement im sozialen Bereich und gehört zu den höchsten staatlichen Ehrungen in Deutschland. Sie wird für besondere Verdienste um das Gemeinwohl vergeben und ist in mehreren Stufen unterteilt.
Simone Eßer und Eva Schwientek wurden für ihr Engagement für Kinder mit Down-Syndrom ausgezeichnet. Beide Frauen haben selbst Kinder mit Down-Syndrom und gründeten im Jahr 2016 die Selbsthilfegruppe „Kleeblatt Düsseldorf Trisomie 21“. Ziel der Initiative ist es, Familien zu unterstützen, die mit der Diagnose Trisomie 21 leben. Im Laufe der Jahre hat sich daraus ein starkes Netzwerk entwickelt, das Beratung, Austausch und praktische Hilfe bietet. Die Gruppe organisiert regelmäßige Treffen, Freizeitangebote und Informationsveranstaltungen für betroffene Familien.
Ein wichtiger Bestandteil der Arbeit ist der jährliche Welt-Down-Syndrom-Tag. Dabei werden Projekte und Ausstellungen organisiert, die das Leben von Kindern mit Down-Syndrom sichtbar machen. Unter dem Motto „Die gute Laune der Natur“ werden Fotos und Geschichten präsentiert, die Vielfalt und Inklusion fördern. Die Jury lobte besonders, dass die beiden Frauen nicht nur Unterstützung bieten, sondern auch gesellschaftliche Aufmerksamkeit für das Thema schaffen. Ihre Arbeit habe vielen Familien geholfen, sich besser vernetzen und informieren zu können.
Auch Gertrud Kobarg wurde für ihr langjähriges Engagement geehrt. Sie ist seit vielen Jahren im Verein „Spielen und Leben in Bilk“ aktiv und setzt sich für Kinder, Familien und ältere Menschen ein. Der Verein betreibt die Spieloase in Düsseldorf-Bilk, einen Treffpunkt für verschiedene Generationen. Dort finden unter anderem Leseklubs statt, bei denen Seniorinnen Kindern vorlesen. In einigen Angeboten werden die Aktivitäten auch durch einen Therapiehund begleitet, um die soziale Interaktion zu fördern.
Neben ihrer Vereinsarbeit war Kobarg auch an der Entwicklung und dem Ausbau der Einrichtung beteiligt. Sie unterstützte den Umbau eines ehemaligen Gewerbegebäudes zu einem Spiel- und Familienzentrum. Dazu gehören eine Cafeteria, ein Mehrzweckraum und verschiedene Gemeinschaftsbereiche. Ziel ist es, einen Ort zu schaffen, an dem sich Menschen aller Altersgruppen begegnen können. Der Verein arbeitet eng mit dem Jugendamt der Stadt Düsseldorf zusammen und bietet zahlreiche Freizeit- und Bildungsangebote an.
Darüber hinaus engagiert sich Kobarg seit 2015 als Leiterin des Planungskomitees des Floraparkfests im Stadtteil Unterbilk. Das Fest gilt als wichtiger Treffpunkt für die Nachbarschaft und fördert das Gemeinschaftsgefühl im Stadtteil. Sie investiert viel Zeit in die Organisation und Koordination der Veranstaltung. Die Auszeichnung würdigt besonders ihren langfristigen Einsatz für das soziale Leben in der Stadt und ihre Fähigkeit, Menschen zusammenzubringen.
Auch Suzanne Oetker-von Franquet wurde für ihr Engagement mit dem Verdienstkreuz am Bande geehrt. Sie setzt sich ebenfalls seit vielen Jahren für soziale Projekte in der Stadt ein. Die genauen Details ihres Engagements wurden bei der Verleihung ebenfalls hervorgehoben und als wichtiger Beitrag zum gesellschaftlichen Zusammenhalt beschrieben. Insgesamt betonten die Verantwortlichen, dass alle vier ausgezeichneten Frauen durch ihren Einsatz das soziale Leben in Düsseldorf nachhaltig geprägt haben.

