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Die ZeitungDie Zeitung
Home»Ausland»Richter stoppt Trump-Abschiebungen in Drittstaaten vorerst
Ausland

Richter stoppt Trump-Abschiebungen in Drittstaaten vorerst

Die ZeitungBy Die ZeitungFebruary 26, 2026Updated:March 5, 20263 Mins Read
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Bundesbezirksrichter Brian E. Murphy hat die Praxis der Trump-Regierung, Migranten im Schnellverfahren in Drittstaaten abzuschieben, vorläufig gestoppt. Das Gerichtsurteil vom Mittwoch besagt, dass Migranten ein grundlegendes Recht auf eine Vorwarnung und die Möglichkeit haben, Einspruch zu erheben, bevor sie in ein Drittland abgeschoben werden. Diese Entscheidung unterstreicht die Notwendigkeit eines ordnungsgemäßen Gerichtsverfahrens. Der Richter gewährte der Regierung eine Frist von 15 Tagen für eine Berufung, wodurch die Umsetzung seiner Entscheidung temporär ausgesetzt ist. Diese Verfügung ist ein bedeutender Rückschlag für die umstrittene Einwanderungspolitik der aktuellen US-Regierung, die darauf abzielt, die Abschiebungsprozesse zu beschleunigen und die Zahl der im Land verbleibenden Migranten zu reduzieren.

Richter Murphy kritisierte, dass die bisherige Politik der Regierung “berechtigte Einsprüche gegen die Abschiebung in ein Drittland untergräbt, indem sie die Abschiebung vollzieht, bevor diese Einsprüche überhaupt erhoben werden können.” Er betonte, dass niemand in den USA “ohne ordnungsmäßiges Gerichtsverfahren” des Lebens, der Freiheit oder des Eigentums beraubt werden dürfe, ein fundamentales Prinzip des amerikanischen Rechtssystems. Diese aktuelle Entscheidung steht im Kontrast zu einem Urteil des Obersten Gerichtshofs vom Juni letzten Jahres, das das Verfahren im Sinne der Trump-Regierung bestätigt und Murphys frühere Entscheidung aufgehoben hatte. Dadurch konnten damals mehrere Migranten in den Südsudan abgeschoben werden, ein Land, das von Gewalt und extremen humanitären Krisen gezeichnet ist, und zu dem die Betroffenen keine Verbindung hatten.

Die Regierung von Präsident Trump wird von Richter Murphy beschuldigt, seine Anordnungen mehrfach verletzt zu haben. Ein prägnantes Beispiel hierfür ereignete sich im vergangenen März, als Murphy eine einstweilige Verfügung gegen eine geplante Sammelabschiebung nach El Salvador und Mexiko verhängte. Trotz dieser gerichtlichen Anweisung vollzog das Verteidigungsministerium die Abschiebung dennoch. Das Heimatschutzministerium machte seine neuen Richtlinien, die diese Praktiken rechtfertigen sollten, erst danach öffentlich. Die Fälle, um die es bei diesen Abschiebungen in Drittstaaten geht, betreffen Personen, denen bereits Schutz vor der Rückführung in ihre Heimatländer gewährt wurde, da ihnen dort Folter oder Verfolgung drohen. Dies verdeutlicht die Gefahr, der diese Menschen ausgesetzt wären, wenn die Abschiebungen ohne das gebotene Gerichtsverfahren fortgesetzt würden.

Parallel zu diesen rechtlichen Entwicklungen gab es auch öffentliche Proteste gegen die Einwanderungspolitik der Trump-Regierung. Am 13. Februar versammelten sich Schülerinnen und Studenten in Chicago, um ihren Unmut auszudrücken. Diese Demonstrationen spiegeln die wachsende Besorgnis in der Bevölkerung wider, insbesondere unter jungen Menschen, über die Härte und die menschenrechtlichen Implikationen der aktuellen Migrationspolitik. Die Proteste dienen als Ausdruck des Widerstands und der Forderung nach einer humaneren und rechtsstaatlicheren Behandlung von Migranten. Sie verdeutlichen, dass das Thema Einwanderung nicht nur eine juristische, sondern auch eine zutiefst gesellschaftliche Debatte ist, die weiterhin polarisiert und mobilisiert.

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