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Home»Gesellschaft»DLRG: Weniger tödliche Badeunfälle, Anstieg bei jungen Ertrunkenen
Gesellschaft

DLRG: Weniger tödliche Badeunfälle, Anstieg bei jungen Ertrunkenen

By March 10, 20263 Mins Read
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Die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) hat im vergangenen Jahr eine leichte Entspannung bei den tödlichen Badeunfällen in deutschen Gewässern verzeichnet. Mit 393 Ertrunkenen gab es 18 Todesfälle weniger als im Vorjahr. Dieser Rückgang ist jedoch von einem besorgniserregenden Trend überschattet: Die Zahl der jungen Opfer im Alter von 11 bis 30 Jahren ist deutlich gestiegen. Insbesondere in den Altersgruppen der 11- bis 20-Jährigen und der 21- bis 30-Jährigen verzeichnete die DLRG jeweils elf zusätzliche Todesfälle im Vergleich zum Vorjahr, was DLRG-Präsidentin Ute Vogt als „besorgniserregend“ bezeichnet. Trotz des insgesamt positiven Trends bleibt die Notwendigkeit von Präventionsarbeit und Sicherheitsmaßnahmen akut, um weitere Tragödien zu verhindern.

Die Mehrheit der Unfälle ereignete sich im sonnigen Monat Juni, wobei ein einziges Wochenende 15 Todesopfer forderte. DLRG-Präsidentin Vogt betonte, dass anhaltend heißes Wetter in der Hauptferienzeit die Opferzahlen vermutlich wieder in die Höhe getrieben hätte. Während die Gruppe der über 60-Jährigen mit 138 Fällen (im Vorjahr 171) weiterhin den größten Anteil an den Ertrunkenen stellt, ist der Rückgang in dieser Altersgruppe positiv hervorzuheben. Erfreulich ist auch, dass die Zahl der tödlich verunglückten Kinder unter zehn Jahren mit 13 Fällen deutlich unter dem langjährigen Durchschnitt von 29 liegt. Nach wie vor sind die meisten Ertrunkenen männlich, was auf Faktoren wie Übermut, Selbstüberschätzung und Alkoholkonsum zurückgeführt wird, die besonders bei jungen Männern verbreitet sind.

Ein zentrales Problem, das die DLRG immer wieder hervorhebt, ist die mangelnde Schwimmfähigkeit vieler Kinder. „Unsere Kinder können mehrheitlich nicht sicher schwimmen, wenn sie die Grundschule verlassen“, kritisiert Vogt. Dies stellt ein erhebliches Sicherheitsrisiko dar. Die DLRG sieht den Schlüssel zur Reduzierung der Unfallzahlen in allen Altersgruppen primär in der intensiven Präventionsarbeit und einer verstärkten Aufklärung. Insbesondere Personen, die keine sicheren Schwimmer sind, müssen für die potenziellen Gefahren im und am Wasser sensibilisiert werden. Auch Freizeitnutzer wie Angler auf Booten, Paddler oder Segler unterschätzen oft die Risiken und die Bedeutung der eigenen Sicherheit.

Angesichts dieser Herausforderungen fordert die DLRG dringend einen Ausbau der Angebote zum Schwimmenlernen. Dazu gehört vor allem, dass der Schwimmunterricht in den Schulen wieder flächendeckend und qualitativ hochwertig erteilt wird. Dies erfordert nicht nur mehr qualifizierte Sportlehrkräfte, die auch für die Schwimmausbildung befähigt sind, sondern auch eine bessere Verfügbarkeit und längere Nutzungszeiten von Schwimmbädern. Die meisten tödlichen Unfälle (neun von zehn) ereignen sich in öffentlich zugänglichen Binnengewässern wie Seen, Teichen und Flüssen. Diese unbewachten Gewässer sollten laut DLRG möglichst gemieden werden. Die sicherste Option für das Baden und Schwimmen bleibt dort, wo Rettungsschwimmerinnen und Rettungsschwimmer präsent sind und im Notfall schnell eingreifen können.

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