Der langjährige ARD-Journalist Jörg Schönenborn übernimmt ab Mitte des Jahres eine Schlüsselrolle bei den tagesthemen und wird das Moderatorenteam verstärken. Auf Bitten der ARD-Intendantinnen und -Intendanten weitet Schönenborn seine publizistische Tätigkeit für den Senderverbund deutlich aus. Diese strategische Entscheidung zielt darauf ab, die aktuelle politische Berichterstattung im Ersten und in den digitalen Angeboten der ARD nachhaltig zu stärken. Schönenborn, bekannt für seine fundierten Wahlanalysen und seine prägnante Moderation, wird seine Expertise nun noch stärker in das Flaggschiff-Nachrichtenformat der ARD einbringen.
In seiner neuen Funktion wird Jörg Schönenborn nicht nur die tagesthemen moderieren, sondern auch weiterhin die Ergebnisse und Analysen bei allen Wahlen in der ARD präsentieren sowie als Gastgeber des ARD-Presseclubs fungieren. Darüber hinaus ist geplant, dass er über die digitalen Kanäle des Senderverbundes den Austausch mit dem Publikum intensiviert, um die journalistische Arbeit der ARD zu erläutern und zur Diskussion zu stellen. Diese Ausweitung seiner Tätigkeit kommt in einer Zeit, in der, wie ARD-Vorsitzender Florian Hager betonte, „in Zeiten von Desinformation und Propaganda im Netz die ARD auf noch mehr Tiefgang, Einordnung und Erfahrung“ setzt. Schönenborn stehe dabei für „glaubwürdigen Qualitätsjournalismus“, der „analytisch und differenziert“ das „ganze Bild“ vermittelt und somit das Vertrauen des Publikums in die politische Berichterstattung sichert.
Jörg Schönenborn prägt das Programm der ARD bereits seit über zwei Jahrzehnten maßgeblich mit. Seine Wahlanalysen und Moderationen haben ihn zu einem der bekanntesten und profiliertesten Journalisten des öffentlich-rechtlichen Rundfunks gemacht. NDR-Intendant Hendrik Lünenborg hob hervor, dass Schönenborns Arbeit „für Glaubwürdigkeit“ stehe und das Publikum seine „Unvoreingenommenheit und seine klaren Worte“ schätze. Schönenborn ist seit insgesamt 40 Jahren für den WDR und die ARD tätig, unter anderem als Journalist, Chefredakteur und Programmdirektor. Im Zuge seiner neuen, stärker journalistisch geprägten Rolle wird er seine Position als Programmdirektor des WDR niederlegen, um sich vollständig auf seine Aufgaben im Bereich der aktuellen Berichterstattung zu konzentrieren.
Schönenborn selbst unterstreicht die wachsende Bedeutung seiner Arbeit: „Das Bedürfnis nach Orientierung war bei unserem Publikum noch nie so groß wie heute.“ Ihm sei es stets wichtig, so zu berichten und zu erklären, „dass sich jede und jeder selbst ein Bild machen und eigene Schlüsse ziehen kann.“ Er sieht in der neuen Rolle eine größere Möglichkeit, zu diesem Ziel beizutragen und freut sich über das entgegengebrachte Vertrauen der Intendantinnen und Intendanten. WDR-Intendantin Katrin Vernau dankte Schönenborn für seine „wertvolle und weitsichtige Arbeit“ im WDR und betonte, dass seine Bereitschaft, seine gesamte Erfahrung und Expertise als Journalist für die ARD einzubringen, „für seine öffentlich-rechtliche Überzeugung“ spreche. Schönenborns Wechsel markiert einen wichtigen Schritt in der Stärkung der ARD-Nachrichtenkompetenz in einem komplexen Medienumfeld.

