Der Traum vom Champions-League-Viertelfinale ist für Bayer Leverkusen geplatzt. Im Achtelfinal-Rückspiel musste sich die Werkself dem FC Arsenal mit 0:2 geschlagen geben, nachdem das Hinspiel 1:1 endete. Arsenals Eberechi Eze, ein Neuzugang mit beeindruckendem Werdegang, markierte sein erstes Königsklassen-Tor in der 36. Minute mit einem spektakulären Volleyschuss aus 18 Metern. Dieser Treffer, der Arsenals Freigeist und technische Brillanz unterstrich, legte den Grundstein für den Sieg der Gunners und zerstörte Leverkusens Hoffnungen auf ein Weiterkommen.
Obwohl der Endstand 0:2 lautete, hätte sich Leverkusen angesichts der Dominanz Arsenals nicht über ein höheres Ergebnis beschweren dürfen. Die Werkself hatte ihren anfänglichen Helden im Tor: Janis Blaswich. Der Torhüter glänzte in der ersten halben Stunde mit mehreren Weltklasse-Paraden gegen Trossard, Saka und Gyökeres und schien auf dem Weg zum Spiel seines Lebens. Sein unermüdlicher Einsatz verhinderte zunächst schlimmeres und hielt die Partie offen, bevor Eze traf. Ungestüm agierte Arsenals Keeper Raya bei einem Ausflug mit Ball in der Hand außerhalb des Strafraums, was jedoch unbestraft blieb.
Das entscheidende 2:0 fiel in der 63. Minute durch Declan Rice, der einen Leverkusener Lapsus nach einer eigentlich geklärten Ecke nutzte. Leverkusens Defensive vertändelte den Ball im eigenen Strafraum, was Rice die nötige Freiräume verschaffte, um eiskalt abzuschließen. Nach dem Spiel haderte Robert Andrich über die vielen unnötigen Ecken, die man zugelassen hatte. Arsenal präsentierte sich als Prototyp einer Turniermannschaft: defensivstark, gefährlich bei Standards und mit der Fähigkeit, das Tempo anzuziehen oder zu verwalten, wenn nötig. Mit dem 2:0 wechselte Mikel Arteta defensive Kräfte und Konterstürmer ein, um den Sieg zu sichern.
Auch Ex-Leverkusener Kai Havertz kam als Joker für den verletzten Eze ins Spiel und erzielte beinahe ein Tor gegen seinen Jugendklub, doch sein “Treffer” per Hand und nach einem Trikotzupfer wurde korrekterweise aberkannt. Für Bayer 04 bleiben trotz des Ausscheidens Lichtblicke: Sturm-Teenager Christian Kofane zwang Raya zu einer Glanzparade und deutete Champions-League-Niveau an. Auch Spielmacher Ibrahim Maza (20) und der erst 18-jährige Montrell Culbreath sammelten unter Dauerdruck wichtige Erfahrungen und zeigten, dass die Zukunft der Werkself vielversprechend sein könnte, auch wenn der internationale Traum in dieser Saison vorbei ist.

