Die FDP-Politikerin Nicole Büttner hat ihr Wort gehalten und sich nach dem Verlust einer Wahlwette die Haare rasiert. Dies hatte sie vor der Landtagswahl in Baden-Württemberg angekündigt: Sollte die FDP den Einzug ins Parlament nicht schaffen, würde sie sich eine Glatze scheren. Nach dem Wahlergebnis, das den Einzug verfehlte, präsentierte Büttner in einem Instagram-Video ihren neuen Look. Sie betonte, dass sie die Wette verloren und deshalb eingelöst habe, obwohl viele ihr davon abrieten oder es für unüblich hielten, Versprechen im Politikbetrieb tatsächlich einzuhalten. Die Aktion sorgt für Aufsehen und Diskussionen über Glaubwürdigkeit in der Politik.
Büttner sprach offen über die Reaktionen, die sie auf ihre Wette erhielt. Zahlreiche Nachrichten deuteten darauf hin, dass es im politischen Alltag als normal angesehen werde, Ankündigungen nicht umzusetzen. Sie zitierte sogar einen Kommentar aus dem Umfeld der Spiegel-Chefredaktion, der andeutete, dass das Einhalten ihres Wortes zeige, sie habe den „Politikbetrieb nicht verstanden“. Diese Haltung kritisierte die FDP-Generalsekretärin scharf und unterstrich ihren festen Entschluss, zu ihrer Aussage zu stehen, ungeachtet dieser Zynismen. Ihr Handeln setzt ein Zeichen gegen die vorherrschende Skepsis gegenüber politischen Versprechen.
Für Nicole Büttner ist die Einhaltung des eigenen Wortes ein universelles und grundlegendes Prinzip, das in jeder Lebens- und Berufssituation gelten sollte. Sie führte Beispiele aus verschiedenen Berufsfeldern an, wie etwa Ärzte, Pflegekräfte oder Platzwarte, die sich zu ihren Aufgaben verpflichten und diese auch erfüllen. Dieses Fundament sei essenziell für das Funktionieren des Landes. Sie äußerte ihr Unverständnis darüber, dass gerade im Politikbetrieb andere Maßstäbe gelten sollen, und stellte einen direkten Zusammenhang her zwischen der mangelnden Glaubwürdigkeit und dem schwindenden Vertrauen der Bürger in die Politik. Ihr Statement ist ein Appell für mehr Integrität.
Am Ende ihres Videos lüftete Büttner ihr Kopftuch und präsentierte ihre frisch rasierte Glatze, um ihre Botschaft visuell zu untermauern. Sie betonte eindringlich: „Wenn wir gemeinsam die großen Herausforderungen angehen wollen, vor denen unser Land steht, dann muss die Basis dafür Vertrauen und Glaubwürdigkeit sein.“ Mit ihrer unkonventionellen Frisur sendet sie das Signal aus, dass es ihr ernst ist und sich die Menschen darauf verlassen können, dass sie sagt, was sie denkt, und tut, was sie sagt. Ihr persönliches Opfer soll als Symbol für politische Verlässlichkeit dienen und zum Nachdenken anregen.

