Werder Bremen erleidet im Kampf um den Klassenerhalt einen Rückschlag. Die Grün-Weißen unterlagen im heimischen Weserstadion dem direkten Konkurrenten Mainz 05 mit 0:2 (0:1). Nach zuletzt zwei Siegen, die neue Hoffnung aufkeimen ließen, finden sich die Bremer nun als Tabellenfünfzehnter weiterhin tief im Keller wieder. Mainz 05 hingegen setzte seinen Aufwärtstrend unter Trainer Urs Fischer fort, kletterte durch den Sieg auf den 13. Platz und verschafft sich damit etwas Luft im Abstiegskampf, während Werder einen herben Dämpfer hinnehmen musste und der Druck weiter wächst.
Die Partie begann denkbar schlecht für die Gastgeber. Bereits den ersten Angriff der Mainzer nutzte Paul Nebel per Flugkopfball zur frühen Führung für die Rheinhessen. Die Bremer Abwehr präsentierte sich dabei überraschend passiv und erleichterte den Torschützen das Einschuss. Danach brauchte die Elf von Trainer Daniel Thioune einige Minuten, um ins Spiel zu finden. Obwohl Werder in der Folge das Geschehen auf dem Platz optisch bestimmte, mangelte es an Durchschlagskraft im Angriff. Ein Kopfball von Leonardo Bittencourt an die Oberkante der Latte blieb die gefährlichste Aktion der Werderaner in einer ersten Halbzeit, die das 0:1 als leistungsgerecht erscheinen ließ und Mainz reifer wirken ließ.
Mit Beginn der zweiten Halbzeit keimte bei den Werder-Fans kurz Hoffnung auf, als Marco Grüll nach dem bis dahin schönsten Bremer Angriff eine gute Gelegenheit vergab. Diese Hoffnungen wurden jedoch nur sechs Minuten nach Wiederanpfiff jäh zerschlagen. Jae-Sung Lee vollendete einen gut ausgespielten Mainzer Konter, nach Vorarbeit von Sheraldo Becker, und stolperte den Ball zum vorentscheidenden 2:0 ins Netz. Dieser zweite Treffer schien Werder Bremen sichtlich zu frustrieren. Das Team fand danach keine klare Linie mehr im Spielaufbau, die Angriffsversuche wirkten zunehmend planlos und harmlos, was den Gästen wenig Mühe bereitete, den komfortablen Vorsprung souverän über die restliche Spielzeit zu bringen.
Mit dieser Niederlage steckt Werder Bremen weiterhin tief im Abstiegssumpf und muss sich auf eine anspruchsvolle Fortsetzung des Kampfes um den Klassenerhalt einstellen. In der kommenden Woche steht für die Grün-Weißen bereits die nächste Herausforderung gegen einen direkten Konkurrenten an: Das Team muss auswärts beim VfL Wolfsburg antreten, einem weiteren Club, der ebenfalls um den Verbleib in der Liga kämpft. Mainz 05 hingegen kann mit gestärktem Selbstvertrauen in das anstehende Rhein-Main-Derby gegen Eintracht Frankfurt gehen, um den positiven Trend unter Urs Fischer weiter fortzusetzen und sich weiter von den Abstiegsrängen zu entfernen.

