Der 1. FC Union Berlin hat einen entscheidenden Schritt im Kampf um den Klassenerhalt in der Fußball-Bundesliga gemacht. Die “Eisernen” sicherten sich am Sonntagabend einen immens wichtigen 1:0-Auswärtssieg gegen den SC Freiburg. Woo-Yeong Jeong wurde zum Helden des Abends, als er in der 90. +2 Minute den späten Siegtreffer erzielte. Dieser “Befreiungsschlag” im Breisgau war Unions erster Auswärtserfolg seit Ende Dezember und lässt die Hauptstädter mit komfortablen sieben Punkten Vorsprung auf den Relegationsplatz 16 in die verbleibenden acht Saisonspiele gehen. Der Erfolg gibt der Mannschaft von Trainer Steffen Baumgart eine enorme psychologische Stärkung im Endspurt der Saison.
Für den SC Freiburg bedeutete die Niederlage das Ende einer beeindruckenden Heimserie. Zuvor war das Team von Trainer Julian Schuster im eigenen Stadion 16 Mal in Folge ungeschlagen geblieben. Die Badener verpassten damit auch die Chance, ihren Vereinsrekord von zwölf Heimspielen ohne Niederlage aus der Saison 2022/23 einzustellen. Es war die erste Heimniederlage für die Breisgauer seit dem Saisonauftakt und der damaligen Pleite gegen den FC Augsburg. Der Tabellenachte aus Freiburg zeigte sich enttäuscht über den Verlust der Punkte auf heimischem Terrain.
Vor der Partie hatte Unions Trainer Steffen Baumgart angesichts des jüngsten Negativlaufs seiner Mannschaft offen von einer “gewissen Anspannung” gesprochen und eingeräumt, dass die Ergebnisse nicht zufriedenstellend waren. Er reagierte auf die Formschwäche und nahm im Vergleich zum enttäuschenden 1:4 gegen Bremen gleich vier Änderungen in seiner Startaufstellung vor. Eine der bemerkenswertesten Veränderungen war das Bundesliga-Debüt von Keeper Matheo Raab, der aufgrund von Fußproblemen des Stammtorhüters Frederik Rönnow zwischen den Pfosten stand. Raab zeigte eine solide Leistung, obwohl er in einem eher niveauarmen Spiel nur selten ernsthaft geprüft wurde.
Der späte Sieg in Freiburg ist mehr als nur drei Punkte; er ist ein Signal an die Konkurrenz und ein enormer Moralschub für Union Berlin. Nach Wochen des Zitterns und einer prekären Tabellensituation hat der Verein nun wieder etwas Luft zum Atmen. Die Mannschaft hat gezeigt, dass sie auch unter Druck späte Tore erzielen und wichtige Siege einfahren kann. Mit dem gestärkten Selbstvertrauen blicken die “Eisernen” nun auf die kommenden Aufgaben, um den Verbleib in der höchsten deutschen Spielklasse endgültig zu sichern.

