Der Beginn des Irankrieges hat den internationalen Flugverkehr im Nahen Osten massiv gestört und die zuvor als sicher geltenden Flughäfen in Dubai, Doha und Bahrain schwer getroffen. Nach Angriffen auf den internationalen Flughafen in Bahrain, einem Einschlag in Abu Dhabi und einem mutmaßlichen Angriff auf den Airport in Dubai, bei dem vier Menschen verletzt wurden, herrscht vielerorts Chaos. Wichtige Drehkreuze, darunter der weltgrößte internationale Flughafen in Dubai, der normalerweise über 1000 Flüge pro Tag abwickelt, waren zwischenzeitlich komplett geschlossen. Passagiere strandeten zu Tausenden, und die Auswirkungen sind weitreichend.
Nach Angaben der Flugverfolgungsplattform FlightAware sind Tausende Abflüge betroffen. Allein die drei großen Fluggesellschaften Emirates, Qatar Airways und Etihad befördern täglich normalerweise etwa 90.000 Passagiere. Das Portal Flightradar24 meldete, dass an sieben Flughäfen im Nahen Osten bereits mehr als 3400 Flüge gestrichen wurden, und für den folgenden Sonntag wurden Hunderte weitere Ausfälle erwartet. Der japanische Skisprungstar Ren Nikaido zählt zu den prominenten Gestrandeten, der auf dem Weg von Japan nach Europa in Dubai festsaß und dadurch einen wichtigen Wettbewerb verpasste.
Zahlreiche Länder, darunter Iran, Israel, der Irak, Kuwait und Bahrain, schlossen ihren Luftraum für zivile Maschinen. Der iranische Luftraum blieb bis mindestens zum 3. März dicht. Luftfahrtsicherheitsexperten wie Eric Schouten von Dyami warnten, dass Passagiere und Fluggesellschaften davon ausgehen müssten, dass der Luftraum für längere Zeit gesperrt bleibe. Die Europäische Union (EASA) empfahl ihren Fluggesellschaften, den betroffenen Luftraum zu meiden. Dieser Ausfall wichtiger Drehkreuze führt zu weltweiten Verwerfungen, da Flugzeuge und Crews festsitzen und Umwege zu höheren Kosten für die Airlines und potenziell steigenden Ticketpreisen führen.
Am Hamad International Airport in Doha standen die Flugsteige fast leer, und gestrandete Passagiere organisierten Hotelzimmer. Studenten aus Paris berichteten von gestrichenen Studienreisen und in Dubai festsitzenden Kommilitonen. Auch am Sonntag waren in der Nähe von Dubai und über Doha erneut Explosionen zu hören, nachdem Iran Vergeltungsschläge gegen benachbarte Golfstaaten gestartet hatte, wo das US-Militär Präsenz zeigt. Zahlreiche Fluggesellschaften wie Lufthansa, Air France/KLM, British Airways, Emirates, Etihad und Qatar Airways haben ihre Flüge in die Region oder über den Luftraum des Nahen Ostens ausgesetzt oder umgeleitet, wobei die Aussetzungen je nach Airline bis Mitte März andauern.

