Papst Leo XIV. hat sich um eine Entspannung in der jüngsten Auseinandersetzung mit US-Präsident Donald Trump bemüht. Während seines Fluges nach Angola im Rahmen seiner Afrikareise erklärte das Oberhaupt der katholischen Kirche, dass die Interpretation einiger seiner Äußerungen »nicht in allen Aspekten korrekt« gewesen sei. Leo betonte ausdrücklich, es sei »überhaupt nicht in meiner Absicht« gewesen, dem Präsidenten widersprechen zu wollen, und zielte darauf ab, Missverständnisse auszuräumen, die sich in den letzten Wochen entwickelt hatten.
Zuvor hatten sich Trump und Papst Leo XIV. ein scharfes Wortgefecht aus der Distanz geliefert, das weltweit für Schlagzeilen sorgte. Der US-Präsident hatte dem Papst nach einer Reihe von Friedensappellen aus dem Vatikan eine »schreckliche« Außenpolitik vorgeworfen. Als Reaktion darauf postete Trump ein KI-generiertes Bild von sich selbst als Heiland. Papst Leo hatte darauf mit der Aussage »Ich habe keine Angst vor der Trump-Regierung« reagiert und später, ohne Namen zu nennen, von einer »Handvoll Tyrannen, die die Welt zerstören« gesprochen, was weithin mit Trump in Verbindung gebracht wurde.
Im Flugzeug stellte Papst Leo XIV. nun klar, dass die Rede mit der umstrittenen Äußerung über die »Tyrannen« bereits zwei Wochen vor Trumps Kommentaren über ihn und seine Friedensbotschaften vorbereitet worden war. Er betonte, vieles, was seither geschrieben wurde, sei ein »Kommentar auf Kommentar« und ein Versuch gewesen, die ursprünglichen Aussagen zu interpretieren. Diese Interpretationen hätten den Eindruck erweckt, er wolle dem Präsidenten widersprechen, was nicht seine Absicht gewesen sei. Sein übergeordnetes Ziel bleibe die Verbreitung einer Botschaft des Friedens und der Gerechtigkeit.
Die Eskalation begann, als Trump wütend auf einen Friedensaufruf des Papstes reagierte und ihm vorwarf, sich mit einem Land wie Iran, das eine Atomwaffe wolle, gemein zu machen. Trump bezeichnete Papst Leo XIV. als »eine sehr linksliberale Person« und als jemanden, »der nicht daran glaubt, Verbrechen zu stoppen«. Der Papst hatte daraufhin bekräftigt, »keine Angst« vor der Trump-Regierung zu haben und es als seine »moralische Pflicht« anzusehen, sich gegen Krieg auszusprechen, was die anfängliche Fehde weiter befeuerte.

