Der staatliche Tankrabatt endet am heutigen Tag. Damit müssen Autofahrerinnen und Autofahrer in Deutschland ab dem 1. Juli wieder mit höheren Preisen für Benzin und Diesel rechnen. Grund dafür ist das Auslaufen der befristeten Steuerentlastung auf Kraftstoffe.
Ab dem 1. Juli gilt wieder die reguläre Energiesteuer. Betroffen ist Kraftstoff, der ab diesem Zeitpunkt Raffinerien oder Tanklager verlässt. Nach Berechnungen steigt der Preis dadurch einschließlich der Mehrwertsteuer um rund 16,7 Cent pro Liter.
An den Tankstellen werden die höheren Preise jedoch nicht sofort nach Mitternacht sichtbar sein. Der Bundesverband Freier Tankstellen (bft) rechnet damit, dass die Preisänderung erst am Mittag des 1. Juli erfolgt. Nach den geltenden Vorgaben dürfen Tankstellen ihre Kraftstoffpreise erst um 12 Uhr anheben und nicht direkt zum Beginn des neuen Tages.
Der Tankrabatt war vor zwei Monaten eingeführt worden. Die Bundesregierung reagierte damit auf die stark gestiegenen Energiepreise infolge des Konflikts zwischen Israel und Iran. Ziel der Maßnahme war es, Autofahrerinnen und Autofahrer sowie Unternehmen bei den höheren Kraftstoffkosten finanziell zu entlasten.
Während der Laufzeit des Tankrabatts wurde die Energiesteuer auf Benzin und Diesel vorübergehend gesenkt. Dadurch sollten die Preise an den Zapfsäulen sinken. Wie stark Verbraucher tatsächlich entlastet wurden, wurde in den vergangenen Wochen unterschiedlich bewertet. Experten verwiesen darauf, dass neben der Steuer auch die Entwicklung der Rohölpreise und der Wettbewerb zwischen den Tankstellen Einfluss auf die Kraftstoffpreise haben.
Nach Angaben des Bundesfinanzministeriums wurde für den Tankrabatt zunächst mit Kosten von rund 1,6 Milliarden Euro gerechnet. Diese Summe beruhte auf einer Schätzung zum Zeitpunkt der Einführung. Wie hoch die tatsächlichen Kosten für den Bund ausfallen, steht derzeit noch nicht fest. Das Ministerium erklärte, dass eine genaue Berechnung erst in einigen Monaten möglich sein werde.
Mit dem Ende der Steuervergünstigung dürfte das Tanken für viele Menschen wieder spürbar teurer werden. Besonders Berufspendler sowie Unternehmen mit einem hohen Kraftstoffverbrauch könnten die höheren Preise im Alltag deutlich bemerken.
Verbraucherschützer empfehlen Autofahrerinnen und Autofahrern, die Preise an verschiedenen Tankstellen zu vergleichen. Die Kraftstoffpreise können sich je nach Region, Tageszeit und Anbieter unterscheiden. Wer flexibel tankt und Preisunterschiede nutzt, kann trotz des Endes des Tankrabatts weiterhin Geld sparen.
Mit dem Auslaufen der Maßnahme endet eine zeitlich befristete Entlastung, die während einer Phase stark gestiegener Energiepreise eingeführt wurde. Ab dem 1. Juli gelten damit wieder die regulären Steuersätze für Benzin und Diesel in Deutschland.

