Der deutsche Schwimmer Johannes Liebmann hat bei den Europameisterschaften 2026 ein starkes Zeichen gesetzt. Der 19-Jährige gewann am Samstag Gold über 1500 Meter Freistil. Dabei stellte er einen neuen Weltrekord auf.
Liebmann erreichte das Ziel nach 14:26,79 Minuten. Damit unterbot er die alte Weltbestzeit von 14:30,67 Minuten. Diese Marke hatte der US-Amerikaner Bobby Finke gehalten.
Schon nach den ersten Metern zeigte Liebmann, dass er das Rennen bestimmen wollte. Er schwamm schnell an und setzte sich früh von seinen Gegnern ab. Sein Vorsprung wurde immer größer. Zur Hälfte des Rennens lag er mehr als vier Sekunden unter dem alten Weltrekord.
Das hohe Tempo konnte Liebmann bis zum Ende halten. Er wurde sogar noch schneller. Statt in der zweiten Hälfte nachzulassen, erhöhte der junge Deutsche den Druck weiter. Seine Konkurrenten konnten seinem Tempo nicht folgen.
Zalan Sarkany aus Ungarn belegte den zweiten Platz. Er kam nach 14:39,45 Minuten ins Ziel. Der Deutsche Oliver Klemet gewann Bronze mit einer Zeit von 14:40,64 Minuten.
Für Liebmann war es bereits die zweite Goldmedaille bei den Europameisterschaften. Zuvor hatte er auch das Rennen über 800 Meter Freistil gewonnen. Damit feierte der deutsche Teenager einen starken Doppelerfolg über zwei lange Strecken.
Nach seinem Weltrekord zeigte sich Liebmann selbst sprachlos. Er sagte, die Zeit sei unglaublich. Er habe vor dem Rennen nicht geglaubt, dass er eine solche Leistung schaffen könne.
Seine Strategie für das Rennen war jedoch klar. Liebmann wollte von Anfang an schnell schwimmen. Sein Ziel war es, die anderen Schwimmer früh abzuschütteln. Danach wollte er sein eigenes Tempo finden und das Rennen kontrollieren.
Diese Taktik ging auf. Nach der Hälfte des Rennens hatte Liebmann bereits einen großen Abstand. Er fühlte sich zu diesem Zeitpunkt noch gut. Doch die zweite Hälfte wurde immer härter.
Vor allem die letzten 200 bis 300 Meter kosteten viel Kraft. Liebmann kämpfte gegen die Müdigkeit, blieb aber konzentriert. Gleichzeitig wurde die Stimmung im Stadion immer lauter.
Die Zuschauer spielten dabei eine wichtige Rolle. Als Liebmann die Menschen auf den Tribünen stehen sah, bekam er nach eigener Aussage noch einmal neue Kraft. Diese Unterstützung half ihm auf den letzten Metern.
Während des Rennens wusste Liebmann nicht genau, wie schnell er wirklich war. Er merkte nur, dass er ein sehr hohes Tempo schwamm. Er wusste, dass er gut vorbereitet war. Deshalb hoffte er auf eine sehr gute Zeit.
Erst kurz vor dem Ziel wurde ihm klar, dass sogar ein Weltrekord möglich sein könnte. Die letzten 100 Meter waren für ihn besonders hart. Trotzdem hielt er das Tempo bis zum Anschlag.
Als Liebmann anschlug und die Zeit von 14:26,79 auf der Anzeige sah, war die Überraschung groß. Er hatte nicht nur die Goldmedaille gewonnen. Er hatte auch die bisherige Weltbestmarke deutlich verbessert.
Der Abstand zu seinen Konkurrenten war ebenfalls groß. Sarkany lag mehr als zwölf Sekunden hinter dem Deutschen. Klemet kam mit 14:40,64 Minuten auf Rang drei.
Der Johannes Liebmann Weltrekord macht den jungen Deutschen zu einem der großen Namen dieser Europameisterschaften. Sein Sieg zeigt zudem, dass er auf den langen Freistil-Strecken bereits zur Weltspitze gehört.
Mit zwei Goldmedaillen und einem Weltrekord wird Liebmann die Europameisterschaften 2026 verlassen. Sein Auftritt über 1500 Meter dürfte dabei besonders in Erinnerung bleiben. Der 19-Jährige hat gezeigt, dass er auch unter großem Druck ein hohes Tempo bis zum Ziel halten kann.

