Der Circus Roncalli setzt weiterhin auf eine besondere Tradition. Die historische Zirkusstadt reist auch heute noch mit einem eigenen Sonderzug von Gastspielort zu Gastspielort. Nun wurde die Elektrolokomotive des Unternehmens offiziell auf den Namen „Zippo“ getauft.
Die feierliche Taufe fand in Anwesenheit von Roncalli-Gründer Bernhard Paul und der nordrhein-westfälischen Ministerin Mona Neubaur statt. Die Lokomotive trägt künftig den Namen des bekannten Clowns Zippo, einer Figur, mit der Bernhard Paul über viele Jahre in der Manege auftrat.
Die neue Gestaltung der Lok wurde als besonderes Jubiläumsgeschenk übergeben. Auf der Elektrolokomotive ist das Bild des Clowns Zippo zu sehen. Damit soll nicht nur an die Geschichte des Zirkus erinnert werden, sondern auch an eine der bekanntesten Figuren der Roncalli-Welt.
Der Circus Roncalli war erst vor wenigen Wochen mit seinem Programm in Düsseldorf zu Gast. Nach dem Ende der Spielzeit mussten die historischen Wagen, Kulissen und technischen Anlagen wieder zum nächsten Veranstaltungsort transportiert werden.
Anders als viele andere Zirkusunternehmen setzt Roncalli dabei weiterhin auf die Eisenbahn. Nach Angaben der Veranstalter ist dieses Konzept heute in Europa nahezu einzigartig. Die meisten modernen Zirkusse nutzen Lastwagen für den Transport ihrer Zelte und Ausrüstung.
Bei Roncalli erfolgt die Reise der gesamten Zirkusstadt dagegen auf der Schiene. Historische Wagen, Wohnwagen, Technik und weitere Bestandteile werden in einem speziellen Zugverband transportiert. Dadurch bleibt eine jahrhundertealte Tradition erhalten.
Künftig soll die Lokomotive möglichst mit Strom aus erneuerbaren Energiequellen betrieben werden. Ziel ist es, den Transport der Zirkusstadt noch umweltfreundlicher zu gestalten. Der Einsatz von Ökostrom soll dabei helfen, den ökologischen Fußabdruck des Unternehmens zu verringern.
Die Verantwortlichen sehen darin einen wichtigen Schritt für die Zukunft. Einerseits soll die historische Atmosphäre des Zirkus bewahrt werden. Andererseits will das Unternehmen moderne Anforderungen an Nachhaltigkeit und Umweltschutz berücksichtigen.
Das Reisen mit der Eisenbahn hat im Zirkus eine lange Geschichte. Bis weit ins 20. Jahrhundert hinein nutzten viele große Zirkusunternehmen die Schiene als wichtigstes Transportmittel. Die Eisenbahn ermöglichte es, große Mengen an Material und Tieren von einer Stadt in die nächste zu bringen.
Mit dem Ausbau der Straßeninfrastruktur änderte sich diese Entwicklung jedoch. Lastwagen wurden flexibler und günstiger. Viele Zirkusse stellten ihre Transporte deshalb auf die Straße um. Die traditionellen Zirkuszüge verschwanden nach und nach aus dem europäischen Alltag.
Der Circus Roncalli gehört heute zu den wenigen Unternehmen, die diese Form des Reisens weiterhin pflegen. Für viele Besucher ist der historische Zug ein wichtiger Teil der besonderen Roncalli-Atmosphäre.
Die Taufe der Lok „Zippo“ unterstreicht diese Verbindung zwischen Tradition und Moderne. Während die Gestaltung an die lange Geschichte des Zirkus erinnert, steht die Nutzung von Ökostrom für einen Blick in die Zukunft.
Auch für Bernhard Paul besitzt die Lok eine besondere Bedeutung. Die Figur Zippo begleitete ihn über Jahrzehnte hinweg und wurde zu einem festen Bestandteil der Roncalli-Geschichte. Nun reist der bekannte Clown symbolisch auf Europas Schienen weiter.
Mit der neuen Elektrolokomotive setzt der Circus Roncalli ein Zeichen für den Erhalt historischer Traditionen. Gleichzeitig will das Unternehmen zeigen, dass kulturelles Erbe und nachhaltige Mobilität miteinander verbunden werden können.
Die Lok „Zippo“ wird damit künftig nicht nur die historische Zirkusstadt durch Europa ziehen, sondern auch als sichtbares Symbol für die einzigartige Geschichte und Zukunft des Circus Roncalli dienen.

