Friedrich Merz greift zu hoch umstrittenen Mitteln. Die Deutsche Regierung will viel mehr Abschiebungen durchsetzen. Ein frisches Abkommen mit den Taliban sorgt für laute Kritik. Afghanische Schuttsuchende im Land geraten dadurch in Not. Viele von ihnen flohen vor der Gewalt der Radikalen. Jetzt bekommen die Islamisten diplomatische Rechte im Land. Deutschland wählt damit einen isolierten Weg in Europa. Die Besorgnis unter Oppositionellen und Verbänden wächst stetig.
Zarmina Paryani erlebte die Grausamkeit der Regierenden hautnah. Sie demonstrierte in Kabul mutig für Grundrechte der Frauen. Die Radikalen warfen sie dafür mehrmals in den Kerker. Nach schwerer Misshandlung floh sie schlussendlich nach Deutschland. Sie hoffte dort auf ein sicheres Leben in Freiheit. Heute blickt die junge Aktivistin voller Sorge auf die Lage. Sie muss ihre Dokumente bald bei ihren Verfolgern vorlegen. Für die geflüchtete Frau ist das eine unerträgliche Last.
Die Kernpunkte der Vereinbarung sind klar definiert. Das Amt erlaubt Taliban-Personal die Arbeit in zwei Städten. Vertretungen in Berlin und Bonn stehen unter ihrer Regie. Im Gegenzug nehmen die Islamisten abgeschobene Personen an. Die Behörden planen derzeit mehrere Flüge in jedem Monat. Die Aktion betrifft längst nicht mehr nur Straftäter. Auch Personen ohne dauerhaftes Bleiberecht müssen nun gehen. Die Radikalen sichern sich so direkten Einfluss im Exil.
Keine andere Nation im Staatenbund handelt aktuell so. Deutschland steht mit dieser Entscheidung völlig isoliert da. Bisher führten Diplomaten der vorherigen Führung die Amtsgeschäfte. Diese vertraten klare westliche Werte und Positionen. Die Einsetzung der neuen Machthaber schockiert viele Experten. Kritik sprich von einem gefährlichen Signal an Extremisten. Der Staat schwächt damit seine eigene Haltung bei Menschenrechten. Viele Geflüchtete fürchten nun gezielte Ausspähung vor Ort.
Die innenpolitische Situation setzt den Kanzler massiv unter Druck. Die Werte der aktuellen Koalition fallen seit Wochen ab. Gleichzeitig punktet die rechte AfD bei den Bürgern. Die Opposition gewinnt vor allem im Osten an Boden. In Sachsen-Anhalt droht Merz ein historischer Machtverlust. Er hat den Bürgern im Wahlkampf harte Maßnahmen zugesagt. Um Wähler zurückzuholen, sucht die Spitze nach schnellen Resultaten. Der Vertrag mit den Extremisten gilt als Reaktion darauf.
Der Kurs der Bundesregierung stößt auf breiten Widerstand. Hilfsorganisationen verurteilen die Abmachung als schwere Verfehlung. Sie sehen darin das Ende einer wertegeleiteten Politik. Das Bündnis mit Unterdrückern schadet dem Ruf der Nation. Für Aktivisten wie Paryani bleibt die Lage extrem volatil. Sie riskierten in der Heimat ihr eigenes Leben. Nun droht ihnen auch im Exil neue Gefahr. Die Kontroverse über diesen Schritt wird das Land weiter beschäftigen.

