US-Präsident Donald Trump hat nach vagen Äußerungen zum Ende des Irankriegs überraschend konkret ein neues außenpolitisches Ziel benannt: Kuba. Den Konflikt mit dem Iran erklärte Trump als „so gut wie beendet“, bevor er den sozialistischen Inselstaat als nächste Priorität seiner Regierung darstellte. Trump sprach dabei von einer möglichen „friedlichen Übernahme Kubas – oder eben nicht friedlich“, was die aggressive Ausrichtung der zukünftigen US-Politik unterstreicht. Die Äußerungen lassen auf eine drastische Eskalation der Spannungen schließen, die bereits seit Längerem zwischen Washington und Havanna bestehen. Die Welt blickt nun gespannt auf die nächsten Schritte der Trump-Administration in Bezug auf die Karibikinsel und die Implikationen für die Region.
Die US-Regierung treibt bereits ihre aggressive Politik gegen Kuba voran. Berichten der „Washington Post“ und NBC News zufolge prüft eine Arbeitsgruppe Strafverfahren gegen kubanische Regierungsvertreter, ein Vorgehen, das an die Anklage Nicolás Maduros vor seiner Festnahme erinnert. Trump selbst bestätigte, seinen Außenminister Marco Rubio auf das Land angesetzt zu haben. Rubio verhandele, und es könne eine „friedliche Übernahme werden – oder eben nicht“. Der Präsident zeigte sich überzeugt vom baldigen Ende des kubanischen Regimes, da die Kubaner „keine Energie und kein Geld mehr“ hätten und „ziemlich bald fallen“ würden. Er betonte, dass sie „unbedingt einen Deal“ wollten.
Trump hob in einem Interview seine außenpolitischen Erfolge hervor und kündigte an, sich nun „voll und ganz“ auf Kuba zu konzentrieren. Er habe die Lage 50 Jahre lang beobachtet, „und es ist mir direkt in den Schoß gefallen“, so Trump. Diese Aussage deutet auf eine langfristige Strategie hin, die nun in die Tat umgesetzt werden soll. Ein entscheidender Faktor ist hierbei das Ölembargo, das die Trump-Regierung nach dem Angriff auf Venezuela am 3. Januar und der Übernahme der dortigen Ölindustrie verhängte. Washington verhinderte, dass Venezuela Öl nach Kuba liefert, wodurch dem Inselstaat wichtige Ressourcen für Industrie, Verkehr und Stromversorgung fehlten.
Seitdem hat sich die Lage in Kuba dramatisch zugespitzt. Trumps Ölembargo hat die schlimmste Versorgungskrise seit Jahrzehnten ausgelöst, wodurch das Land zeitweise auf Hilfen aus dem Ausland angewiesen war. Parallel dazu wuchs in der Bevölkerung die Angst vor einem direkten militärischen Eingreifen der USA. Eine Kubanerin äußerte gegenüber der „New York Times“ ihre Furcht vor einer Invasion, die im ganzen Land geteilt werde. Trotz dieser Ängste deutete Trumps Regierung wiederholt an, dass ihr Plan nicht auf Raketenbeschuss, sondern auf dem Zusammenbruch der kubanischen Regierung unter dem Druck der Wirtschaftssanktionen basiere. Die Zukunft Kubas bleibt damit ungewiss und hochgespannt.

