Das Leben von Otto Skorzeny hat viele Facetten. Er war ein bekannter Mann bei der SS. Er kam im Jahr 1908 in Wien auf die Welt. Aus dieser Stadt stammte auch Adolf Hitler. Skorzeny hatte eine lange Narbe an der Wangen. Die Leute riefen ihn darum oft Scarface. Er bekam diese Narbe bei einem Kampf an der Universität.
In den Jahren ab 1930 war er bei den Nazis. Im Zweiten Weltkrieg war er Soldat an der Front. Er kämpfte in Jugoslawien und in Russland. Im Jahr 1943 wurde er der Chef von einer Eliteeinheit. Diese Truppe trug den Namen Friedenthal. Er machte viele schwere Einsätze für die Führung.
In diesem Jahr gab es eine bekannte Aktion in Italien. Benito Mussolini war dort im Gefängnis. Adolf Hitler wollte seinen Freund befreien. Er gab Skorzeny den Auftrag für das Projekt. Der Einsatz bekam den Namen Operation Eiche. Skorzeny holte den Diktator aus dem Bau. Seine Männer schossen dabei nicht einen Schuss ab. Der Plan war sehr mutig. Sogar Winston Churchill sprach voll Lob über diesen Einsatz.
Im Mai 1945 war der Krieg zu Ende. Der Staat von Hitler ging unter. Skorzeny ging zu den Soldaten der Alliierten. Im Jahr 1947 stand er in Dachau vor dem Richter. Die Klage war wegen Verbrechen im Krieg. Aber das Gericht sprach ihn frei. Es gab zu wenig Beweise für eine Strafe. Er blieb aber weiter in Haft. Andere Staaten wollten ihn auch vor den Richter bringen. Im Jahr 1947 lief er aus dem Lager weg. Freunde aus der alten SS halfen ihm dabei.
Im Jahr 1951 reiste Skorzeny nach Spanien. Dort herrschte der Diktator Francisco Franco. Franco half vielen alten Männern aus dem Krieg. Mehr als 100 Offiziere der Nazis wohnten in dem Land. Ein anderer Bekannter war Léon Degrelle aus Belgien. Spanien schützte diese Männer vor einer Strafe in der Heimat.
Skorzeny baute eine Firma in Madrid auf. Sein Betrieb kaufte und verkaufte Sachen im Ausland. Er bekam einen Pass aus Spanien für seine Reisen. So konnte er leicht durch die Welt fahren. Er traf viele mächtige Leute in dieser Zeit. Oft war er in dem Land Argentinien. Dort beschützte er Evita Perón. Sie war die Frau vom Chef des Staates.
In den nächsten Jahren flog er nach Ägypten. Er gab dem Präsidenten Gamal Abdel Nasser viele Tipps. Er zeigte den Soldaten die Regeln für den Kampf. Auch Männer aus Palästina bekamen Unterricht von ihm. Einer davon war Jasser Arafat. Im Jahr 1962 gab es ein weiteres Rätsel. Der Dienst für Spione aus Israel nutzte sein Wissen. Dieser Dienst heißt Mossad. Skorzeny half dem Mossad trotz seiner Zeit bei der SS.
Er blieb seinen alten Wegen immer treu. Er half alten Kameraden von der SS bei der Flucht. Die Gruppe für diese Hilfen hieß Odessa. Sie brachten viele alte Nazis nach Südamerika. Skorzeny wohnte in Madrid und auf Mallorca. Er mochte sein Leben in dem Land sehr. Im Jahr 1970 gab er einer Zeitung ein Interview. Er sagte einen klaren Satz über seine Lage. Spanien ist meine zweite Heimat im Leben. Ich mag dieses Land sehr. Ich bin kein Mann auf der Flucht.
Im Juli 1975 kam das Ende von Otto Skorzeny in Madrid. Er hatte eine schwere Krankheit in der Lunge. Bei dem Abschied gab es alte Zeichen aus der Zeit vom Krieg. Sein Sarg war mit der Fahne der Nazis bedeckt. Seine Kameraden trauerten um ihn in der Stadt Madrid.

