Jürgen Klopp steht vor seiner ersten wichtigen Entscheidung als Trainer der deutschen Nationalmannschaft. In dieser Woche wird er seinen ersten DFB-Kader bekannt geben. Nach der enttäuschenden Weltmeisterschaft 2026 soll eine neue Phase beginnen.
Klopp muss dabei mehrere Fragen beantworten. Welche erfahrenen Spieler bleiben? Welche Talente erhalten ihre erste Chance? Und welche Spieler könnten trotz guter Vergangenheit vorerst fehlen?
Deutschland hat in der neuen Nations-League-Phase vier Spiele vor sich. Die Gegner heißen Niederlande, Griechenland und Serbien. Gegen Griechenland wird die deutsche Mannschaft zweimal antreten. Für Klopp sind die Partien die ersten echten Tests mit dem neuen Team.
Tom Bischof könnte dabei eine besondere Rolle spielen. Der Mittelfeldspieler war lange Kapitän deutscher Jugendmannschaften. Er kennt daher viele Spieler aus der neuen Generation und hat bereits Erfahrung als Führungsspieler.
Seine mögliche Berufung würde gut zum geplanten Umbruch passen. Deutschland braucht neue Kräfte für die kommenden Jahre. Bischof könnte dabei früh Verantwortung übernehmen.
Said El Mala gehört ebenfalls zu den jungen Spielern mit guten Chancen. Der Flügelspieler von Köln hatte in der vergangenen Saison einen starken Durchbruch. Er erzielte 13 Tore und gab vier Vorlagen.
Der 20-Jährige bringt vor allem Tempo mit. Genau das fehlt Deutschland auf einigen Positionen. El Mala blieb trotz Interesses anderer Vereine in Köln. Dort kann er weiter wichtige Spielzeit sammeln.
Auch Brajan Gruda könnte für Klopp interessant sein. Der Offensivspieler hat zuletzt gute Ansätze gezeigt. Seine Schnelligkeit kann dem deutschen Angriff neue Möglichkeiten geben.
Karim Adeyemi wird ebenfalls als Kandidat genannt. Der Angreifer hat einen guten Start in die neue Saison erwischt. In sechs Spielen kommt er auf drei Tore und eine Vorlage.
Für einige erfahrene Spieler könnte der neue Trainer dagegen weniger Platz haben. Leroy Sané gehört zu den Namen, deren Zukunft im DFB-Team offen ist. Der Flügelspieler war bei der Weltmeisterschaft noch Teil der Mannschaft.
Mit Blick auf die nächste große Endrunde könnte Klopp aber stärker auf jüngere Spieler setzen. Lennart Karl gilt als ein Talent, das davon profitieren könnte.
Auch Nick Woltemade muss um seinen Platz kämpfen. Der Stürmer hatte bereits mehrere Möglichkeiten, sich zu zeigen. Zuletzt fehlten ihm jedoch Form und regelmäßige Einsätze auf Vereinsebene.
Eine Nichtberufung wäre deshalb möglich. Woltemade bleibt dennoch ein Spieler mit Perspektive. Klopp könnte ihm zunächst Zeit geben, um wieder mehr Spielpraxis und Selbstvertrauen zu gewinnen.
Kai Havertz dürfte dagegen weiter wichtig sein. Der Arsenal-Spieler ist gut in die Saison gestartet. In sechs Einsätzen erzielte er drei Tore.
Havertz bietet Klopp zudem taktische Möglichkeiten. Er kann als Stürmer spielen, sich aber auch zurückfallen lassen. Dadurch entstehen Räume für andere Angreifer. Diese Bewegungen könnten gut zu Klopps Fußball passen.
In der Abwehr könnte Nico Schlotterbeck mehr Verantwortung übernehmen. Antonio Rüdiger hat seine Zeit in der Nationalmannschaft beendet. Dadurch wird ein wichtiger Platz in der Führung der Abwehr frei.
Matthias Ginter könnte ebenfalls eine Chance erhalten. Der Freiburger bringt viel Erfahrung mit und hat zuletzt konstant gespielt. Gerade während eines Umbaus kann ein erfahrener Verteidiger wichtig sein.
Joshua Kimmich bleibt ein weiterer Schlüsselspieler. Als Kapitän muss er eng mit Klopp zusammenarbeiten. Gleichzeitig könnte sich seine Position verändern. Eine Rückkehr ins zentrale Mittelfeld wäre eine mögliche Variante.
Klopp hat damit viele Optionen. Er kann auf erfahrene Spieler setzen oder jüngeren Kräften früh Verantwortung geben. Besonders auf den Außenbahnen gibt es Raum für neue Namen.
Der erste Kader wird daher zeigen, welche Richtung Klopp einschlagen will. Noch ist nicht klar, welche Spieler seine ersten Entscheidungen bestimmen werden.
Die Nations League bietet ihm danach vier Spiele für erste Tests. Klopp kann neue Spieler einsetzen, verschiedene Rollen prüfen und seine Mannschaft schrittweise formen.
Für Deutschland beginnt damit eine neue Etappe. Der erste Kader des neuen Trainers wird zeigen, welche Spieler er für den Aufbau der nächsten Generation besonders wichtig findet.

