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Home»Wirtschaft»Deutsche Firmen im Irak gefragt
Wirtschaft

Deutsche Firmen im Irak gefragt

OMN AIBy OMN AISeptember 16, 20263 Mins Read
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Deutsche Firmen im Irak gefragt
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Der Irak will seine wirtschaftliche Zusammenarbeit mit Deutschland ausbauen. Ministerpräsident Ali al-Zaidi war am Dienstag, 15. September 2026, zu Gesprächen in Berlin. Im Mittelpunkt standen der Wiederaufbau, Energie, Handel und neue Investitionen. Bundeskanzler Friedrich Merz empfing den irakischen Regierungschef im Bundeskanzleramt. Beide Seiten vereinbarten zudem einen Aktionsplan für die weitere Zusammenarbeit.

Al-Zaidi warb bei dem Treffen um deutsche Unternehmen. Firmen aus Deutschland seien im Irak willkommen, sagte der Ministerpräsident. Sie könnten beim Aufbau des Landes helfen und langfristig im Irak arbeiten. Nach seinen Angaben verfügt der Irak über große Rohstoffvorkommen und viele Arbeitskräfte. Was dem Land noch fehle, seien moderne Technik und Fachwissen.

Deutschland sieht ebenfalls Chancen in einer stärkeren Wirtschaftsbeziehung. Merz sagte, Deutschland habe ein Interesse an einem starken und wohlhabenden Irak. Wachstum und neue Arbeitsplätze könnten nach seiner Darstellung auch dazu beitragen, dass mehr Menschen eine Perspektive im eigenen Land finden. Viele deutsche Firmen sind bereits im Irak tätig. Sie arbeiten unter anderem an Lösungen für die Energieversorgung und in der Abfallwirtschaft.

Ein wichtiger Teil der Gespräche war die Energie. Der Irak gehört zu den großen Erdölproduzenten der Welt. Das Land verkauft einen großen Teil seines Öls bisher nach Asien. Al-Zaidi will die Abhängigkeit von einzelnen Absatzmärkten verringern. Europa soll dabei eine größere Rolle spielen.

Der irakische Ministerpräsident brachte auch mögliche Öllieferungen nach Deutschland ins Gespräch. Zudem sprach er über den Bau einer Pipeline. Damit könnte irakisches Rohöl künftig über neue Wege nach Europa gelangen. Der Irak möchte seine Fördermenge langfristig deutlich erhöhen. Al-Zaidi nannte das Ziel, die Produktion auf neun bis zehn Millionen Barrel pro Tag zu steigern. Ein großer Teil dieser zusätzlichen Menge soll nach seinen Angaben nach Europa und in andere westliche Märkte gehen.

Die Zusammenarbeit soll dabei nicht nur aus Rohstoffexporten bestehen. Der Irak will im Gegenzug deutsche Technik und Ausrüstung nutzen. Damit könnten deutsche Unternehmen Zugang zu neuen Projekten bekommen. Für Bagdad wäre dies ein Weg, die eigene Infrastruktur zu modernisieren und die Energieversorgung zu verbessern.

Ein konkretes Beispiel gibt es bereits. Die irakische Regierung und Siemens Energy vereinbarten eine Zusammenarbeit bei der Stromversorgung. Das Projekt wurde im Anschluss an das Treffen von Merz und al-Zaidi unterzeichnet. Die Bundesregierung sieht darin ein Beispiel für die praktische wirtschaftliche Zusammenarbeit zwischen beiden Ländern.

Für neue Investitionen bleiben jedoch gute Rahmenbedingungen wichtig. Merz verwies auf die Notwendigkeit, Korruption weiter zu bekämpfen. Auch die Verwaltung müsse transparenter und effizienter werden. Deutsche und andere westliche Unternehmen brauchen aus Sicht der Bundesregierung verlässliche Regeln und einen stabilen rechtlichen Rahmen.

Der Kanzler betonte zudem die Bedeutung guter Beziehungen zwischen Bagdad und der Region Kurdistan im Norden des Irak. Deutschland unterstützt nach eigenen Angaben seit vielen Jahren die Stabilisierung des Landes. Beide Regierungen wollen nun stärker auf wirtschaftliche und politische Zusammenarbeit setzen.

Der Besuch fällt zudem in eine Phase, in der sich die Rolle des Irak verändert. Deutschland beendet seine militärische Präsenz im Irak auf Wunsch der irakischen Regierung Ende September 2026. Gleichzeitig wollen beide Länder ihre Zusammenarbeit in anderen Bereichen fortsetzen. Dazu gehören vor allem Wirtschaft, Energie und politische Kontakte.

Für deutsche Unternehmen könnte der Irak damit neue Geschäftsmöglichkeiten bieten. Für Bagdad wiederum ist deutsches Wissen in Technik und Infrastruktur wichtig. Der vereinbarte Aktionsplan soll nun festlegen, wie die Zusammenarbeit weiter ausgebaut werden kann.

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