Archäologen haben im Süden Ägyptens eine rund 3.000 Jahre alte Grabstätte entdeckt. Der Fund wurde in der Nekropole von Scheich Abd el-Kurna am Westufer von Luxor gemacht. Nach Angaben des ägyptischen Tourismus- und Antikenministeriums stammt das Grab aus der Zeit des Alten Ägyptens und wird einem Mann namens Paser zugeschrieben.
Die Ausgrabung wurde von einem Forschungsteam der Universität Leiden durchgeführt. Nach ersten Untersuchungen gehen die Wissenschaftler davon aus, dass das Grab aus der Ramessidenzeit stammt. Diese Epoche wird auf den Zeitraum zwischen 1570 und 1069 vor Christus datiert und zählt zu den bedeutenden Abschnitten der altägyptischen Geschichte.
Die Forscher stützen ihre Einschätzung auf den Stil der Inschriften und der künstlerischen Gestaltung im Grab. Diese Merkmale sprechen nach ihrer Ansicht für ein thebanisches Grab aus der damaligen Zeit.
Vor dem Eingang entdeckte das Team mehrere gut erhaltene Bauelemente. Dazu gehört eine Bank aus Lehmziegeln, auf der früher eine Totenstele gestanden haben soll. Außerdem fanden die Archäologen eine Treppe, die direkt zum Eingang der Grabstätte führt.
Im Inneren des Grabes entdeckten die Wissenschaftler mehrere Inschriften mit dem Namen Paser. Die Darstellungen zeigen ihn beim Verehren verschiedener Gottheiten in Schreinen. Auf weiteren Bildern sitzt er gemeinsam mit seiner Frau vor einem Opfertisch. Die gut erhaltenen Reliefs geben neue Einblicke in religiöse Rituale und das Alltagsleben der damaligen Zeit.
Luxor gehört zu den wichtigsten archäologischen Regionen der Welt. Die Stadt liegt am Ostufer des Nils und ist bekannt für ihre zahlreichen Tempel, Gräber und historischen Monumente. Auf der gegenüberliegenden Westseite befinden sich berühmte Nekropolen mit Grabstätten aus verschiedenen Epochen des Alten Ägyptens.
Die neue Entdeckung ist nicht der einzige bedeutende Fund der vergangenen Tage. Erst vor Kurzem wurden an der archäologischen Stätte Marina el-Alamein westlich von Alexandria weitere historische Gräber freigelegt.
Dort fanden Archäologen insgesamt 18 Gräber, von denen viele noch gut erhalten waren. Neben den Bestattungen wurden zahlreiche Grabbeigaben entdeckt. Besonders bemerkenswert waren 24 Goldstücke, die nach Angaben des Tourismus- und Antikenministeriums als Teil eines antiken Bestattungsrituals in die Münder der Verstorbenen gelegt worden waren.
Die neuen Funde unterstreichen erneut die große archäologische Bedeutung Ägyptens. Jede Ausgrabung liefert weitere Hinweise auf das Leben, den Glauben und die Bestattungskultur der Menschen im Alten Ägypten.
Die Untersuchungen an der neu entdeckten Grabstätte bei Luxor sollen fortgesetzt werden. Wissenschaftler hoffen, durch weitere Analysen mehr über die Identität von Paser und seine Rolle in der damaligen Gesellschaft zu erfahren.

