Die Mieten steigen 2026 in Deutschland weiter deutlich. Im zweiten Quartal erhöhten sich die Angebotsmieten bundesweit um vier Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Das zeigen aktuelle Berechnungen des Instituts der Deutschen Wirtschaft Köln.
Besonders in vielen Großstädten wurden höhere Mietpreise beobachtet. Fast alle großen Städte verzeichneten einen Anstieg. Die Entwicklung fällt jedoch regional sehr unterschiedlich aus.
Den stärksten Zuwachs gab es in Köln. Dort stiegen die Angebotsmieten innerhalb eines Jahres um 7,9 Prozent. Auch Hamburg verzeichnete mit einem Plus von 5,5 Prozent eine starke Entwicklung.
Weitere deutliche Anstiege gab es in Leipzig mit 5,4 Prozent und Essen mit fünf Prozent. In Dortmund erhöhten sich die Mieten um 4,7 Prozent.
Auch in Düsseldorf und München wurden höhere Preise festgestellt. In Düsseldorf stiegen die Angebotsmieten um 3,8 Prozent, in München um 3,7 Prozent.
Weniger stark war die Entwicklung in Frankfurt am Main. Dort erhöhten sich die Mieten um 2,9 Prozent. Stuttgart und Berlin lagen mit 0,9 und einem Prozent deutlich unter dem Durchschnitt der anderen Großstädte.
Die steigenden Mieten liegen über der allgemeinen Preisentwicklung. Trotz höherer Energiepreise durch internationale Konflikte lag die Inflation zuletzt bei etwa 2,6 Prozent. Damit stiegen die Mietpreise schneller als viele andere Verbraucherpreise.
Auch im Vergleich zum ersten Quartal 2026 zeigt sich ein weiterer Anstieg. Zwischen April und Juni erhöhten sich die Angebotsmieten um 1,3 Prozent.
Neben dem Mietmarkt haben sich auch die Preise für Immobilienkäufe verändert. Eigentumswohnungen sowie Ein- und Zweifamilienhäuser wurden bundesweit teurer.
Die Preise für Eigentumswohnungen stiegen im Vergleich zum Vorjahresquartal um 0,8 Prozent. Auch Häuser verzeichneten einen Anstieg von 0,8 Prozent.
Im Vergleich zum ersten Quartal gab es ebenfalls höhere Preise. Eigentumswohnungen verteuerten sich um 0,2 Prozent. Bei Ein- und Zweifamilienhäusern lag der Anstieg bei einem Prozent.
Die Entwicklung auf dem Immobilienmarkt wird regional immer unterschiedlicher. Während einige Städte weiter steigende Preise melden, zeigen andere Regionen eine schwächere Entwicklung.
Bei den sieben größten deutschen Städten wurden teilweise leichte Rückgänge bei den Kaufpreisen festgestellt. Dagegen konnten viele andere Großstädte und deren Umland moderate Preissteigerungen verzeichnen.
Die Unterschiede zeigen sich besonders bei der Jahresentwicklung der Kaufpreise. In Dortmund stiegen die Preise für Wohnimmobilien um fünf Prozent. In München dagegen gingen sie um 1,9 Prozent zurück.
Experten sehen mehrere Gründe für die unterschiedliche Entwicklung. Die Nachfrage nach Wohnraum bleibt in vielen Städten hoch. Gleichzeitig beeinflussen Zinsen, Baukosten und das Angebot an Wohnungen den Markt.
Für Mieter bleibt die Situation besonders in beliebten Städten schwierig. Steigende Preise und ein begrenztes Angebot erhöhen den Druck bei der Wohnungssuche.
Auch Käufer müssen den Markt genau beobachten. Während die Preise vielerorts nur langsam steigen, können regionale Unterschiede große Auswirkungen auf Immobilienentscheidungen haben.
Die weitere Entwicklung hängt davon ab, wie sich Angebot, Nachfrage und wirtschaftliche Bedingungen in den kommenden Monaten verändern. Besonders in Großstädten dürfte bezahlbarer Wohnraum weiterhin ein wichtiges Thema bleiben.

