Der Waldbrand im Müritz-Nationalpark in Mecklenburg-Vorpommern ist weiterhin nicht unter Kontrolle. Obwohl aus der Luft nur noch wenige offene Flammen zu erkennen sind, bereiten Rauch und zahlreiche Glutnester den Einsatzkräften weiterhin große Sorgen. Die Lage bleibt angespannt, sodass die Behörden noch keine Entwarnung geben können.
Nach aktuellen Angaben hat das Feuer eine Fläche von mehr als 360 Hektar erfasst. Mehr als 300 Feuerwehrleute und Einsatzkräfte sind weiterhin im Einsatz, um eine weitere Ausbreitung der Flammen zu verhindern. Unterstützt werden sie erneut von zwei Löschhubschraubern der Bundeswehr, die Wasser aus der Luft über den betroffenen Waldgebieten abwerfen.
Die Ortschaft Granzin bleibt vorsorglich vollständig evakuiert. Rund 400 Einwohner können derzeit nicht in ihre Häuser zurückkehren. Die Behörden beobachten die Lage fortlaufend und wollen erst dann über eine Rückkehr entscheiden, wenn keine Gefahr mehr besteht.
Der Brand war am Montag ausgebrochen. Die Löscharbeiten werden durch Altmunition erschwert, die sich noch im Boden befindet. Durch die starke Hitze kommt es immer wieder zu Explosionen, wodurch sich die Einsatzkräfte nur eingeschränkt in bestimmten Bereichen bewegen können. Aus Sicherheitsgründen müssen einige Brandherde deshalb aus größerer Entfernung oder aus der Luft bekämpft werden.
Die Kombination aus trockener Vegetation, Rauchentwicklung und versteckten Glutnestern macht den Einsatz besonders schwierig. Feuerwehr und Katastrophenschutz arbeiten deshalb rund um die Uhr daran, das Feuer einzudämmen und neue Ausbreitungen zu verhindern.
Zur Ursache des Waldbrandes liegen derzeit noch keine offiziellen Informationen vor. Die Ermittlungen sollen beginnen, sobald die Einsatzkräfte das betroffene Gebiet sicher betreten können.
Die Behörden rufen die Bevölkerung weiterhin dazu auf, die gesperrten Bereiche zu meiden und den Anweisungen der Einsatzkräfte zu folgen. Der Müritz-Nationalpark bleibt in den betroffenen Zonen bis auf Weiteres gesperrt, während Feuerwehr und Bundeswehr ihren Einsatz gegen den Großbrand fortsetzen.

