Deutschland und die USA haben ihre militärische Zusammenarbeit bei einer gemeinsamen Übung in Idaho weiter vertieft. Deutsche und amerikanische Soldaten trainierten auf dem Gelände von Saylor Creek Range den Einsatz von Luftunterstützung und verschiedenen Waffensystemen.
Die Übung brachte in diesem Jahr mehr deutsche und amerikanische Kräfte zusammen als in den vergangenen Jahren. Acht deutsche Einheiten nahmen daran teil. Auf US Seite waren Einheiten der Idaho National Guard und der US Air Force beteiligt.
Im Mittelpunkt stand die Ausbildung von Joint Terminal Attack Controllern. Diese Spezialisten koordinieren Angriffe aus der Luft mit Kräften am Boden. Ihre Arbeit ist besonders wichtig, wenn Kampfflugzeuge Ziele nahe eigener Soldaten angreifen sollen.
Oberstleutnant Andreas Marx vom deutschen Joint Terminal Attack Controller Competence Center erklärte, dass die Übung mehrere deutsche Einheiten zusammengeführt habe. Sie trainierten die Luftnahunterstützung und die gemeinsame Feuerunterstützung. Dabei wurden auch verschiedene Trainingsgebiete miteinander verbunden.
Die amerikanischen Kräfte kamen aus mehreren Verbänden. Beteiligt waren unter anderem das 190th Fighter Squadron, das 116th Mobile Brigade Combat Team und das 148th Field Artillery Regiment. Auch das 1st Battalion des 183rd Assault Helicopter Battalion war Teil der Übung.
Hinzu kamen F 15E Strike Eagle Kampfjets der 366th Fighter Wing vom Luftwaffenstützpunkt Mountain Home. Damit standen den deutschen JTAC Spezialisten mehrere unterschiedliche Systeme für die Ausbildung zur Verfügung.
Nach Einschätzung von Marx bietet Idaho dafür besondere Vorteile. In dem Bundesstaat können Kampfjets, Hubschrauber, Artillerie und Bodentruppen gleichzeitig trainieren. Eine solche Verbindung sei in Deutschland deutlich schwieriger umzusetzen.
Auch die Größe des Übungsraums ist ein wichtiger Faktor. Idaho verfügt über große militärische Trainingsflächen und umfangreichen Luftraum. Dadurch können die Soldaten über große Entfernungen arbeiten. Sie können verschiedene Fähigkeiten in einem gemeinsamen Szenario einsetzen.
Die Übung dient jedoch nicht nur der militärischen Ausbildung. Sie stärkt auch die Verbindung zwischen deutschen und amerikanischen Streitkräften. Beide Länder sind Nato Mitglieder und arbeiten seit vielen Jahren eng zusammen.
Generalmajor Tim Donnellan, der Chef der Idaho National Guard, bezeichnete die gemeinsame Ausbildung als wichtigen Teil der Einsatzvorbereitung. Deutsche und amerikanische Soldaten könnten dabei lernen, als gemeinsame internationale Truppe zu handeln.
Nach seiner Einschätzung schaffen solche Übungen auch Vertrauen. Die Soldaten lernen ihre Partner kennen. Sie verstehen deren Arbeitsweise besser und können gemeinsame Verfahren einüben.
Idaho biete dafür besonders gute Bedingungen. Die großen Trainingsflächen und die verfügbaren Luftstreitkräfte erlaubten eine Ausbildung mit mehreren militärischen Bereichen. Das mache die Übungen realistisch und anspruchsvoll.
Auch Deutschland sieht weitere Möglichkeiten für die Partnerschaft. Marx erwartet, dass deutsche Einheiten künftig erneut nach Idaho kommen könnten. Dabei könnten weitere Verbände eingebunden werden.
Gleichzeitig sollen amerikanische Soldaten die Möglichkeit bekommen, in Deutschland zu trainieren. Dort könnten sie die deutschen Methoden kennenlernen. Dazu gehören die Zusammenarbeit zwischen Luft- und Bodentruppen sowie der Einsatz von Artillerie.
Auch mobile Operationen könnten gemeinsam trainiert werden. Solche Austausche sollen helfen, Unterschiede bei Planung und Einsatz zu verstehen. Dadurch können beide Seiten ihre Abläufe verbessern.
Marx sieht für viele Einheiten in Idaho mögliche Partner in Deutschland. Aus seiner Sicht könnte fast jede militärische Fähigkeit durch gemeinsame Übungen und Austausche weiterentwickelt werden.
Die aktuelle militärische Zusammenarbeit Deutschland USA zeigt, wie wichtig solche Trainings für Nato Partner sind. Moderne Einsätze verlangen eine enge Abstimmung zwischen verschiedenen Streitkräften. Gemeinsame Übungen schaffen dafür wichtige Erfahrungen.
Die Ausbildung in Idaho stärkt deshalb nicht nur einzelne Fähigkeiten. Sie verbessert auch die Zusammenarbeit zwischen den beteiligten Einheiten. Im Fall eines gemeinsamen Einsatzes können solche Erfahrungen eine wichtige Grundlage bilden.
Die Partnerschaft soll daher weiter ausgebaut werden. Weitere Übungen und Austausche könnten deutsche und amerikanische Kräfte noch enger verbinden. Damit wächst zugleich die Fähigkeit beider Länder, bei künftigen Einsätzen gemeinsam zu handeln.

